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Union will Biomasse-Förderung kürzen

Union will Biomasse-Förderung kürzen
Medienberichten zufolge fordert die Union eine außerplanmäßige Kürzung der Förderung von Ökostrom aus Biomasse. (Foto: © Pixelio / Fruitmedia)

Berichten zufolge will die Union im nächsten Jahr nicht nur erneut die Solarförderung kürzen, sondern auch die Subventionen für Biomasse reduzieren. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU, Michael Fuchs, erklärte gegenüber der “Financial Times Deutschland” (FTD), dass die Förderung von Biomasse inzwischen aus dem Ruder laufe. Deshalb fordert er für das kommende Jahr eine stärkere Kürzung der Förder- sätze als bislang geplant wurde. Außerdem plädiert Michael Fuchs für eine schrittweise Förderungskürzung in den nächsten Jahren und für eine Verringerung der Abnahmegarantie für den Ökostrom (bei Neuverträgen), die derzeit bei 20 Jahren liegt, berichtet Wallstreet Online.

Die Stromkonzerne haben ihre Preise kräftig angehoben und begründen dies mit der hohen Ökostrom-Umlage, die sie aufgrund des rasant wachsenden Anstiegs von Ökostrom zahlen müssen. Der Anstieg ist vor allem auf die noch sehr hohe Vergütung von Solar- und Biomasse-Energie zurückzuführen. Die Ökostrom-Umlage (EEG-Umlage) steigt im nächsten Jahr um mehr als 70 Prozent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt so 12 statt 7 Euro pro Monat.

Fuchs bezeichnet die steigende Ökostrom-Umlage als unsoziale und hält sie für eine Umverteilung von unten nach oben. Zudem befürchtet er, dass sich die Erhöhung auf die Akzeptanz der Bevölkerung von erneuerbaren Energien auswirken könnte.

Er weist außerdem darauf hin, dass die Lebensmittelindustrie schon Alarm schlägt, da sich wegen der Ökostrom-Subventionen auch die Lebensmittelpreise verteuern. Immer mehr Landwirte würden den herkömmlichen Getreideanbau aufgeben uns sich stattdessen dem Anbau von Mais als Biomasse zuwenden, der für sie ungleich lukrativer sei, für die Verbraucher aber eine Verteuerung von Grundnahrungs- mitteln bedeutet. (mh)