Ba-Wü: Mappus hält kürzere Atomlaufzeiten für möglich
Nachdem Bundespräsident Christian Wulff das Gesetz zur Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke unterschrieben hat und Baden-Württemberg wieder Mitbesitzer bei der Energie Baden-Württemberg (EnBW) ist, mischt sich nun Baden- Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus von der CDU erneut in die Energiepolitik ein. Seiner Auffassung nach könnte ein stärkerer Einsatz erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg dabei helfen, die Laufzeit einiger Atommeiler deutlich zu verkürzen.
Allein in Baden-Württemberg produzieren vier Reaktoren Strom. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa deutete der Politiker in einem Gespräch an, dass die verlängerten Laufzeiten nicht voll ausgeschöpft werden müssten. „Das muss nicht bis zum letzten Punkt ausgereizt werden, denn die Verlängerung ist ja kein Selbstzweck. Wichtig ist, dass Strom für private Haushalte und Betriebe jederzeit verfügbar und bezahlbar ist“, erklärte Mappus in dem Gespräch.
Sollten alternative Energien den notwendigen Strombedarf abdecken können, ohne dabei finanzielle Rahmen zu sprengen, könnten manche Reaktoren vorzeitig abgeschaltet werden. Im Vertrauen auf den anvisierten Atomausstieg zum Jahr 2023 hatten bereits zahlreiche Stadtwerke konsequent in Ökostrom investiert und dennoch wurde von der schwarz-gelben Regierung – trotz Kritik aus den eigenen Reihen – die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke unterschrieben.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus will nun mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien seinen Worten Taten folgen lassen. (sk)




