Autoindustrie fordert Förderung für Elektroautos

Die Bundesregierung hat ein ehrgeiziges Ziel: Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens eine Million Elektroautos über deutsche Straßen rollen. Eine staatliche Förderung, wie in anderen Ländern, gibt es allerdings nicht. Die Autoindustrie befürchtet nun, dass der Standort Deutschland ohne eine staatliche Förderung für Elektroautos benachteiligt wird. Matthias Wissmann, seines Zeichens Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), sagte der “Stuttgarter Zeitung”, dass die Hersteller zwar gegen einen Subventionswettlauf seien, für den Aufbau der Produktion von Elektroautos aber dennoch Hilfen notwendig seien.
Laut dem Verband sei es ohne eine Förderkulisse in Deutschland für die Unternehmensvorstände schwierig, eine Begründung für die Entwicklung von Elektroautos am Standort Deutschland zu finden. Die Automobil- hersteller müssten sich dann die Frage stellen, ob sie die neue Technologie in Deutschland oder doch lieber in den USA, Asien oder anderen europäischen Ländern entwickeln würden. Der Verbandschef betonte zudem, dass ohne eine Förderung das Ziel bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, nicht erreichbar sei.
Als geeignete Förderinstrumente nannte er finanzielle und steuerliche Maßnahmen, Anpassungen im Verkehrsrecht und der Verkehrsinfra- struktur. China hat erst kürzlich eine Prämie für E-Autos eingeführt. Käufer erhalten eine Prämie von bis zu 6.300 Euro, wenn sie sich für ein mit Batterie betriebenes Fahrzeug entscheiden.
Spitzenreiter bei der Förderung von E-Autos ist Dänemark. Hier winken Käufern eines Stromers bis zu 17.500 Euro. Japan zahlt bis zu 10.000 Euro. Die USA bezuschussen die Anschaffung eines Elektroautos immerhin noch mit bis zu 5.300 Euro. (ok)




