Heimische Bio-Bauern blicken mit Sorge auf 2011
Die Bio-Branche kann auf ein gutes Jahr 2010 zurückblicken und auch für das kommende Jahr wird mit weiterem Wachstum gerechnet. Zwischen 1997 bis 2009 vervierfachte disch der Bio-Umsatz in Deutschland und lag zuletzt bei 5,8 Milliarden Euro. Gemessen am ganzen Lebensmittelmarkt haben Bio-Produkte jedoch immer noch einen sehr kleinen Anteil im einstelligen Prozentbereich. Laut Naturland liegt z.B. der Bio-Anteil bei Fleisch bei gerade einmal 0,5-1%.
Gerald Wehde vom Öko-Anbauverband Bioland sieht durchaus einen weiteren Aufwärtstrend in der Bio-Branche, allerdings ist ungewiss, welcher Anteil der hierzulande gekauften Bio-Lebensmittel auch tatsächlich von deutschen Bio-Bauern produziert wird. Das berichtet das Greenpeace-Magazin. Laut Wehde wird die Konkurrenz aus dem Ausland immer größer, insbesondere Osteuropa “hat ordentlich Gas gegeben”. Die deutschen Bio-Bauern sehen mit Sorge auf das nächste Jahr, denn dann müssen sie die Fördermittel in Höhe von 16 Millionen Euro, die für den Öko-Landbau vorgesehen waren, mit anderen Bauernhöfen teilen, die keine Bio- Betriebe sind.
Der Umweltschutzorganisation WWF zufolge planen auch die Baden- Württemberg, Brandenburg und Schleswig-Holstein ihre Bio-Förderungen deutlich zu senken oder ganz zu streichen. Für viele Bio-Bauern könnte dies das Ende ihres Betriebes bedeuten, warnt Wehde. Würde die Förderung komplett wegfallen, muss ein durchschnittlich großer Bio-Bauernhof mit rund 8000 Euro weniger pro Jahr auskommen. (mh)




