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EADS und Münchener Rück investieren in Windenergie

EADS und Münchener Rück investieren in Windenergie
Sowohl EADS als auch die Münchener Rück wollen in den nächsten Jahren verstärkt in Windenergie investieren. (Foto: © Pixelio / Sturm)

Mit der EADS und der Münchener Rüch haben zwei weitere Weltkonzerne in den letzten Tagen bekanntgegeben, dass sie in Windenergie investieren wollen: Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS will mit seiner Weltraumsparte Astrium in das Windenergiegeschäft einsteigen. Astrium soll künftig Rotor- blätter für Windanlagen bauen und laut Astrium-Managerin Valerie Cazes zum führenden europäischen Rotorblätter- Hersteller aufsteigen. Der Fokus soll dabei auf die Ausrüstung großer Windparks gelegt werden.

Cazes begründete die Expansion des Satelliten- und Raketenherstellers in die Windenergiebranche damit, dass Astrium das Know-How über den Einsatz leichter und fester Materialien in Extremsituationen verfüge. Deshalb könne man den Windpark-Betreibern Lösungen anbieten, mit denen die Windanlagen-Herausforderungen wie Eis, Blitze oder Radarüberwachung bewältigt werden können. Medienberichten zufolge gibt es schon die ersten Aufträge des französischen Energieversorgers Areva und des französischen Windunternehmens Vergnet. Bis Ende 2012 soll eine erste Demonstrationsanlage vor der französischen Küste in Betrieb genommen werden.

Auch die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG will bedeutende Investitionen in Windenergie tätigen, allerdings nicht als Hersteller, sondern als Betreiber. Zum Jahreswechsel will das Unternehmen 40 Windenergie-Anlagen in 11 Windparks übernehmen, die eine Gesamt- leistung von 73 Megawatt erreichen. Die Windparks stehen in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Thüringen und befinden sich fast alle schon am Netz.

Dem Unternehmen zufolge beläuft sich diese Investition auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag, der aus dem Programm RENT (”Renewable Energy and New Technologies”) stammt, mit dem die Münchener Rück in den nächsten Jahren bis zu 2,5 Milliarden Euro in erneuerbare Energien und neue Umwelttechnologien investieren will. (mh)