Spanien will 2,2 Milliarden Euro bei Solarförderung einsparen
Das unter erheblichem Finanzdruck stehende EU-Mitgliedsland Spanien hat beschlossen, im Rahmen seiner massiven Sparmaßnahmen die Förderung von alternativen Energien zu kürzen. Das kündigte am Donnerstag Industrieminister Miguel Sebastian an. So will das EU- Mitgliedsland in den nächsten drei Jahren allein rund 2,2 Milliarden Euro bei der Subvention von Solarstromanlagen einsparen. Ebenfalls sollen die Subventionen für Windkraft – zumindest vorübergehend – verringert werden, hieß es.
Außerdem sollen die Versorger laut einem neuen Gesetz in Zukunft Betriebsgebühren zahlen, wodurch die Regierung mit Einsparungen von insgesamt 4,6 Milliarden Euro rechnet. Auf die spanischen Energiekon- zerne wie Iberdrola und Gas Natural würde damit eine Mehrbelastung von rund 670 Millionen Euro zukommen.
Mit dem Einbruch des spanischen Marktes, der für die exportintensive deutsche Solar- und Windbranche zu einem der wichtigsten europäischen Märkte für Photovoltaik und Windenergie gehört, würde dies einen Rückschlag bedeuten, zumal auch in Deutschland die Solarförderung im Sommer gekürzt wurde. Auch Italien hatte bereits angekündigt, die Solarförderung 2011 um ein Fünftel kürzen zu wollen. (sk)




