Landesverwaltung RLP bezieht fast nur noch Ökostrom
Ab dem 1. Januar des kommenden Jahres will die Landesverwaltung in Rheinland- Pfalz 98 Prozent ihrer Gebäude mit „grünem“ Strom versorgen. Wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium mitteilte, sollen nach Auslaufen der Verträge auch kleinere Dienststellen wie Polizeiinspektionen, Finanzämter und Amtsgerichte mit Ökostrom beliefert werden. Bereits zum Jahresbeginn 2010 hatte die Landesregierung 80 Prozent ihres Strombezugs auf Ökostrom umgestellt.
In einem Schreiben an die Presse teilte Umweltministerin Margit Conrad dazu mit: “Das Land erreicht mit der jetzigen Aufstockung sein Ziel, nur noch Ökostrom zu nutzen, zu 98 Prozent. So lassen sich insgesamt rund 50.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid jährlich einsparen.“ Der Strom, den das Land bezieht, wird nach Angaben des Umweltministeriums zu 100 Prozent aus Wasserkraft in Norwegen, Deutschland und Österreich erzeugt. Zudem sollen auch die restlichen zwei Prozent der insgesamt rund 80 Millionen kWh umfassenden Stromliefermengen nach Beendigung der laufenden Verträge zu Ökostrom werden.
Die Aufträge seien vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung LBB europaweit ausgeschrieben worden. Durch den Bezug durch die neuen Stromanbieter entstehen nach Informationen des Finanzminis- teriums keine Mehrkosten im Vergleich zur bisherigen Stromversorgung.
Neben dem Ökostrombezug hat sich die Landesregierung Rheinland-Pfalz das Ziel gesetzt, den Ausbau von Erneuerbare-Energien-Anlagen voranzubringen und will dazu zusätzlich landeseigene Flächen, Dächer, Fassaden und Standorte für die Nutzung erneuerbarer Energien zur Verfügung stellen oder gar selbst in Erneuerbare-Energien-Anlagen investieren. Mit ihrem Projekt „CO2-neutrale Landesverwaltung“ demonstriert die Landesregierung RLP, dass mit Ideenreichtum und viel Engagement der Strombedarf konzeptionell auch ohne Atomkraft gedeckt werden kann und das ohne Mehrbelastungen für das Land. (sk)




