NRW: Dioxin in Eiern und Geflügelfleisch gefunden
Nachdem im Kreis Soest in Eiern und Geflügelfleisch Dioxin gefunden wurde, wurden jetzt auch im Kreis Steinfurt mit Dioxin-belastete Lebensmittel entdeckt. Vermutlich gelangte das Dioxin durch verunreinigte Fette in das Futtermittel. Das teilt das Verbraucherministerium Nordrhein-Westfalen (NRW) mit. Das zuständige Untersuchungsamt hatte in zwei Proben deutlich erhöhte Dioxin- Belastungen nachgewiesen, woraufhin das Ministerium weitere Untersuchungen bei allen Betrieben veranlasst hat, die Lieferungen der belasteten Futtermittel erhalten haben.
Vorsorglich wurden in NRW 14 landwirtschaftliche Betriebe geschlossen, weitere Kontrollen sollen in bis zu 25 weiteren Ställen stattfinden. Bei den Betrieben handelt es sich um Legehennen- und Putenmastbetriebe sowie fünf weitere landwirtschaftliche Betriebe in den Kreisen Gütersloh, Minden, Steinfurt und Warendorf.
Berichten zufolge soll eine Firma aus Schleswig-Holstein für den Dioxinbefall verantwortlich sein. In dem Unternehmen sollen laut dem niedersächsischen Landwirtschaftministerium pflanzliche Fette mit mechanischen Fetten vermischt und dadurch die Futtermittel verunreinigt worden sein. Aktuell wird noch überprüft, an welche Betriebe diese Fette geliefert wurden. Nicht nur NRW, sondern auch Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sollen betroffen sein.
Dioxine gelten als krebsfördernd, mittel- und langfristige gesundheitliche Schäden durch den Verzehr dioxinbelasteter Lebensmittel können nicht ausgeschlossen werden. NRW-Verbraucherschutzminister Remmel bezeichnete deshalb eine Verharmlosung von Dioxin in Lebensmitteln als unverantwortlich, auch wenn ein geringer Verzehr belasteter Produkte keine akute Gesundheitsgefahr bedeute. Deshalb wolle die Landes- regierung für einen Stopp der betroffenen Lebensmittel sorgen. (mh)




