Greenpeace: 2010 war schwarzes Jahr für Umweltschutz

Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat einen Jahresrückblick gemacht und die Bilanz für 2010 fällt ihrer Einschätzung nach eher bescheiden aus. Laut Greenpeace war das Jahr 2010 ein “schwarzes Jahr für den Umweltschutz”, bedauerte Greenpeace-Geschäftsführerin Brigitte Behrens gegenüber der Nachrichtenagentur dapd.
Da wäre zunächst die Laufzeitverlängerung der Atomenergie zu nennen, die laut Greenpeace den Ausbau erneuerbarer Energien behindert und die Sicherheit der Bevölkerung durch zusätzlichen Atommüll gefährdet. Behrens, die nach eigener Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) sehr enttäuscht ist, kündigte an, dass Greenpeace auch 2011 gegen die Laufzeitverlängerung kämpfen wird.
Auch im Bereich Landwirtschaft habe die Bundesregierung enttäuscht. Nicht nur, dass gegen die enormen Treibhausgas-Emissionen und gegen die Böden- und Gewässerbelastung durch Chemikalien und das anhal- tende Artensterben nichts unternommen wurde, auch die Mittelkürzung im Ökolandbau wird negativ bewertet. Als einer der wenigen Lichtblicke nennt Behrens die Einführung der Ticketsteuer auf Flugreisen.
Für 2011 habe die Bundesregierung jedoch in vielen Bereichen “starken Nachholbedarf” z.B. bei der sogenannten Kraft-Wärmekopplung, im Verkehrsbereich, im Klimaschutz, im Ausbau erneuerbarer Energien, in der ökologischen Landwirtschaft und in der Fischereipolitik.




