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Dioxin-Skandal weitet sich aus

Dioxin-Skandal weitet sich aus
Wegen des Dioxin-Skandals wurden schon in mehreren Bundesländern zahlreiche Geflügel-Betriebe geschlossen. (Foto: © Pixelio / Mildenberger)

Der Dioxin-Skandal in Deutschland weitet sich aus. Inzwischen wurden in mehreren Bundesländern flächendeckend Betriebe geschlossen, tausende Legehennen getötet und Ermittlungen wurden aufgenommen.

Am Montag vereinbarten die betroffenen Bundesländer, dass sie vorsorglich jeden Betrieb sperren werden, der Dioxin- belastetes Tierfutter erhalten haben könnte. Das teilte ein Sprecher des niedersächsischen Landwirtschafts- ministerium mit. Diese Vorsorgemaßnahmen gelten für Legehennen-, Puten- und Schweinemasthöfe und betreffen alleine in Niedersachsen rund 1000 konventionelle Betriebe. Bio-Bauernhöfe seien nicht betroffen. Der Sprecher macht dem Hersteller Harles & Jentzsch aus Uetersen in Schleswig-Holstein schwere Vorwürfe, offenbar wurde die Verunreinigung des Futters nicht durch ein einmaliges menschliches Versagen verursacht, sondern möglicherweise hielt die Verunreinigung über Wochen an.

Im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen) wurden inzwischen schon rund 8000 Legehennen getötet. Der zuständige Kreisveterinär schätzt, dass etwa 120.000 belastete Eier des betroffenen Betriebes in den Handel gelangt sind, aus denen er noch einige Tausend zurückerwartet.

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch forderte eine umfangreiche Haftung der Futtermittelhersteller und eine sofortige Information der Verbraucher durch die Behörden darüber, welche Produkte welches Herstellers von der Verunreinigung betroffen sind. Auch der Deutsche Bauernverband fordert, dass der Skandal lückenlos aufgeklärt wird und dass die Verursacher “ohne wenn und aber” für den entstandenen Schaden eintreten müssen. Auf seiner Internetseite drückt der Verband aber auch seine Sorge um die Existenz der Bauern aus. (mh)