Angaben zum TV-Stromverbrauch nicht immer richtig

Oftmals preisen Hersteller von LCD- und Plasma-TVs ihre Geräte aufgrund des geringen Stromverbrauchs mit einem Öko-Label an. Jedoch sollten umweltbewusste Verbraucher sich nicht unbedingt darauf verlassen. Die Zeitschrift „Audio Video Foto Bild“ testete jetzt in einem unabhängigen Labor den wahren Stromverbrauch der Flachbildfernseher und stellte fest, dass die Werte zum Teil deutlich von den Herstellerangaben abwichen. Nach Angaben der Zeitschrift „Audio Video Foto Bild“ wird der Stromverbrauch von den Fernseher-Herstellern, die selbst für die Einstufung verantwortlich sind, nicht immer unter realistischen Bedingungen geprüft. Eine Nachprüfung finde nur in Stichproben statt. Zudem würden von den Herstellern vor Marktein- führung Geräte aus der Vorserie getestet, da in Serienmodellen ein Mehrverbrauch von bis zu sieben Prozent erlaubt sei.
Weiterhin berichtete das Magazin, dass alle Flachbildfernseher mit gleicher Bilddiagonale in der Regel ähnlich viel Strom verbrauchen. Allerdings stellten die Tester auch fest, je größer der Bildschirm, desto mehr Strom benötigt das Gerät. Zudem hängt bei Plasma-TVs der Stromverbrauch vom Filmmaterial ab, da für dunkle Bilder weniger Strom benötigt wird als für sehr helle Aufnahmen. Vor allem Plasma-Fernseher mit 1920×1080 Bildpunkten zeigten sich bei den Tests von „Audio Video Foto Bild“ als deutliche Stromfresser.
Fazit des Tests: Die bisher getesteten LED-Geräte mit der als besonders Strom sparend angepriesenen LED-Technik schnitten beim Verbrauch gut ab. So benötigte ein 40-Zoll-Gerät um die 100 Watt. Allerdings befinden sich auch stromsparende Geräte bei den LCD-Fernsehern mit herkömmlicher Hintergrundbeleuchtung. So lag der Philips 42PFL7404H beispielsweise bei 109 Watt. Derzeitiger Spitzenreiter beim Stromsparen jedoch ist der Toshiba 42XV635D mit 60 Watt, berichtete das Magazin.
Seit Dezember 2010 dürfen die Elektronikhersteller ihre Fernseher mit einem Etikett, auf dem die Enenergieeffizienzklasse angegeben ist, kennzeichnen. Ab Dezember 2011 wird die Kennzeichnung zur Pflicht. Die Verbraucher können dann wie bei anderen Geräten sofort erkennen, ob das Gerät einen niedrigen („A“) oder aber sehr hohen Verbrauch („G“) aufweist. (sk)




