Bremen spendet Südafrika vier Windkraft-Anlagen
Die Stadt Bremen hat vier Windkraft- Anlagen nach Durban in Südafrika gespendet, die jetzt an zwei afrikanische Energieexperten übergeben wurden. Einem Sprecher zufolge produziert jede der Anlagen 150 Kilowattstunden Strom, womit 800 Haushalte in Durban versorgt werden können. Die Spende soll ein Beitrag der Bremer Entwicklungshilfe sein.
Die beiden afrikanischen Experten erhalten in Deutschland noch eine besondere Schulung, bei der ihnen die gesamte Technik erklärt wird. So soll der Aufbau der Anlagen in Südafrika problemlos durchgeführt werden. Noch in diesem Jahr sollen die Anlagen auf dem Schiffsweg nach Durban transportiert werden.
Es handelt sich hierbei um Windräder, die vorher auf dem Kläranlagengelände in Seehausen gestanden hatten, inzwischen aber durch neue Anlagen ersetzt wurden. Statt der vier Anlagen erzeugt dort jetzt eine einzige Anlage mit einer Leistung von 2 Megawatt mehr als die dreifache Menge Strom. Bremens Umweltsenator Reinhard Loske (Bündnis 90/Die Grünen) betonte bei dem Umbau, dass Seehausen nun die erste Kläranlage in Deutschland ist, die vollständig durch erneuerbare Energien betrieben wird und somit kein CO2 ausstößt. Die Anwohner protestierten allerdings gegen die neue Anlage und befürchteten, dass ihre Wohnqualität durch den Lärm und den Schattenwurf der Rotorblätter beeinträchtigt wird.
Als die vier alten Anlagen 1993 installiert wurden, kosteten sie 200.000 D-Mark, heute sind sie Experten zufolge noch 15.000 Euro wert. Die Bremer Windkraftfirma Deutsche Windtechnik AG ist auf das sogenannte Repowering, also das Ersetzen alter Windkraftanlagen gegen neue, spezialisiert. Matthias Brandt von der Deutschen Windtechnik AG ist sich sicher, dass “Repowering wird wesentlich dazu beitragen [wird], die Ziele zum Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung zu erreichen”. (mh)




