Dioxin-Skandal: Verbraucherschützer raten zu Bio oder Verzicht
Wegen des aktuellen Dioxin-Skandals, der sich inzwischen schon auf mehrere Bundesländer ausgeweitet hat, raten Verbraucherschützer derzeit den Verbrauchern, auf Eier und Geflügel- Produkte lieber zu verzichten oder aber nur Bio-Produkte zu verzehren.
Ernährungsexperte Bernhard Burdick von der Verbraucherzentrale Nordrhein- Westfalen erklärt, dass zwar von belasteten Eiern einzelne Kennziffern veröffentlicht wurden, aber man nicht wisse, welche Eier unbelastet sind. Burdick zufolge gibt es “keine unmittelbare Dosis-Wirkung-Beziehung”, aber Dioxine reichern sich im Fettgewebe an, deshalb sollten belastete Eier auch nicht in geringen Mengen verzehrt werden. Das gilt besonders für Schwangere und Kinder.
Nach derzeitigem Erkenntnisstand sind lediglich Bio-Produkte komplett von der Verunreinigung ausgeschlossen, da hier die Futtermittel, die von der Verseuchung betroffen sind, sowieso nicht verwendet werden dürfen. Sowohl Verbraucherschützer als auch der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft schließt eindeutig aus, dass Bio-Höfe von dem Dioxin-Skandal betroffen sind. Allerdings ist es “prinzipiell möglich”, dass auch Eier aus normaler Freilandhaltung betroffen sind, heißt es. Freiland- Eier müssen nur von Hühnern stammen, die freien Auslauf haben, aber Einschränkungen für die verwendeten Futtermittel gibt es hier nicht. Anders ist es bei Bio-Eiern, denn diese Legehennen dürfen überhaupt nicht mit chemisch verarbeiteten Futterstoffen gefüttert werden.
Dioxin kann nur bei sehr hohen Temperaturen verbrannt werden. Verbraucher sollten außerdem bedenken, dass der Kauf von Eiern und Geflügelprodukten bei einem Erzeuger in unmittelbarer Nachbarschaft nicht zwangsläufig unbelastet sind, denn entscheidend ist das Futtermittel, dass dieser verwendet. Übrigens ist es laut Ernährungs- experten unabhängig von dem aktuellen Lebensmittelskandal ratsam, pro Woche nicht mehr als 2-4 Eier zu essen. (mh)




