EWEA: EU übertrifft Energie-Ziele für 2020

Der nun veröffentlichten Analyse der European Wind Energy Association (EWEA) zufolge wird die EU ihr erklärtes Ziel, 20 Prozent des Energiebedarfs bis zum Jahr 2020 mit Erneuerbaren Energien zu decken, übertreffen. Wie der Verband EWEA aufzeigt, werden mit Luxemburg und Italien nur zwei der 27 Mitglieds- staaten ihre an die EU-Kommission eingereichten nationalen Vorgaben zu Erneuerbare Energien nicht erreichen.
Allerdings werden Luxemburg und Italien, die mit minus 2,1 bzw. 0,9 Prozent unter dem Plan liegen, Energie aus regenerativen Quellen importieren, um ihren Rückstand zu kompensieren, so die EWEA. Spitzenreiter der 15 Länder, die ihr Soll sogar übererfüllen wollen, ist Bulgarien, gefolgt von Spanien. Ebenfalls dazu gehören Deutschland und Österreich.
Nach Einschätzung der EWEA werden die Aktionspläne aller EU-Länder zu 20,7 Prozent den Energieverbrauch bis 2020 durch Erneuerbare decken. So werde gut ein Drittel (34 Prozent) der Elektrizitätsnachfrage in der EU bis dahin durch erneuerbare Energien geliefert. Den Angaben zufolge wird im Jahr 2020 mehr als jede andere erneuerbare Energiequelle allein die Windkraft 14 Prozent der absoluten Elektrizitätsnachfrage Europas ausmachen (494 TWh, 213 GW installierte Leistung), was gegenüber 2009 einen Zuwachs von 4,2 Prozent bedeutet. Den höchsten Anteil an Windenergie wird der Analyse der EWEA zufolge mit 36,4 Prozent Irland haben, gefolgt von Dänemark mit 31 Prozent.
Die Analyse der EWEA macht deutlich, dass die 34 Prozent der Elektrizitätsnachfrage in der EU-27, die durch erneuerbare Energien im Jahr 2020 gedeckt werden, zu 14 Prozent aus Windenergie (10 Prozent Festland und 4 Prozent Offshore), 10,5 Prozent aus Wasserkraft, 6,6 Prozent aus Biomasse, 2,4 Prozent aus Photovoltaik, 0,5 Prozent aus CSP, 0,3 Prozent aus Geothermischer Energie sowie 0,1 Prozent aus dem Meer stammen wird. (sk)





