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Öko-Test: 13 von 20 Spieluhren ungenügend

Öko-Test: 13 von 20 Spieluhren ungenügend
Öko-Test: Bei dem Praxis- und Schadstofftest von 20 Spieluhren mit weicher Füllung fielen 13 Modelle mit "ungenügend" durch. (Bild: Öko-Test)

Schon ab der 28. Schwangerschaftwoche können Babys Geräusche der Außenwelt wahrnehmen, häufige Geräusche oder Stimmen wie die der Mutter sind dem Baby daher schon bei der Geburt vertraut. Nach der Geburt werden die meisten Babys mit einer Spieluhr in den Schlaf gewiegt, doch was taugen die derzeit im Handel erhältlichen Spieluhren überhaupt? Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat den Test gemacht und 20 Spieluhren-Modelle mit weicher Füllung einem umfangreichen Praxis- und Schadstofftest unterzogen.

Das Ergebniss lässt sicherlich auch Eltern unruhig schlafen: Von den 20 Modellen im Test erhielten gerade einmal drei die Note “gut” und vier die Note “befriedigend”. Die übrigen 13 Spieluhren fielen mit “ungenügend” sang- und klanglos durch, darunter auch bekannte Spielzeugmarken.

Die meisten der mit “ungenügend” bewerteten Produkten waren schlichtweg viel zu laut, sie wiesen eine Lautstärke von mehr als 80 Dezibel auf und das obwohl diese Spieluhren als ohrnahes Spielzeug gelten. Im Praxistest zeigte sich auch, dass einige Spieluhren Befestigungsbänder oder Tücher besitzen, die so lang sind, dass sich ein Baby beim Spielen damit strangulieren könnte oder sie lassen sich sogar abnehmen oder -reißen. Laut Spielzeugnorm beträgt die maximale freie Länge von Schnüren bei Kleinkind-Spielzeug deshalb 220 Millimeter. Auch abnehmbare oder leicht abreißbare Kleinteile, die leicht verschluckt werden können, führten zur Abwertung.

Bei der Farbstoffprüfung fielen drei Produkte durch, die den Farbstoff- bestandteil Anilin enthielten. Dieser ist zwar gesetzlich nicht verboten, aber im Tierversuch stellte er sich als krebserregend heraus und hat deshalb in Spielzeug nach Ansicht der Tester nichts zu suchen. (mh)