WWF sorgt sich um Great Barrier Reef

Angesichts der verheerenden Überschwemmungen im australischen Bundesstaat Queensland sorgt sich die Umweltschutzorganisation WWF um das Great Barrier Reef und sein einzigartiges Ökosystem. Wenn nämlich das dreckige Wasser aus den Städten und dem Land wieder ins Meer abläuft, kann dies schlimme Folgen für jeden einzelnen Bewohner des Ökosystems haben.
Von kleinen Korallen über die Meeresschildkröten bis hin zu den Seekühen, sie alle könnten massiv unter der dramatischen Verschlechterung der Wasserqualität leiden, befürchtet Nick Heath vom WWf Australien. Das Wasser sei durch Giftstoffe verunreinigt und weise einen hohen Gehalt an Stickstoff und Phosphor auf. Durch die weiter zunehmende Abholzung von Wäldern, Überweidung und exzessiver Landnutzung seien die Hochwasser heutzutage viel schmutziger und damit auch gefährlicher für sensible Ökosysteme, warnt Nick Heath.
Um die Ökosysteme vor diesen Gefahren zu schützen fordert der WWF schon länger eine Renaturierung der Waldgebiete in den Überflutungs- regionen des Fitzroy River und im Murray-Darling-Becken. Diese Regionen bilden zusammen das größte zusammenhängende Fluss-System des Kontinents.
Damit die Auswirkungen von Hochwasser künftig nicht so dramatisch ausfallen, fordert die Umweltschutzorganisation eine nachhaltige Gestaltung des Wiederaufbaus in den betroffenen Gebieten. Sie appelliert an die Farmer, ein besseres Management und modernes Konzept zu realisieren, um Hochwasser-Risiken zu schmälern und somit nicht zuletzt auch ihre Produktivität zu steigern. (mh)





