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Studie: Klimawandel nicht mehr umkehrbar

Studie: Klimawandel nicht mehr umkehrbar
Laut einer aktuellen Studie ist der aktuelle Zustand des Weltklimas nicht mehr umkehrbar, die Folgen noch bis in 1000 Jahren spürbar. (Foto: © Pixelio / Klaus)

Nach einer Studie von Wissenschaftlern des Canadian Centre for Climate Modelling and Analyses, ist der Klimawandel irreversibel. Selbst wenn die Menschen künftig vollkommen CO2-neutral leben, könnte die Erwärmung der Erde nicht aufgehalten werden, sondern würde noch mehrere Jahrhunderte anhalten, ergaben die Analysen auf der Basis verschiedener Nullemissionsszenarien.

Würden die Menschen ihre CO2- Emissionen bis zum Jahr 2100 komplett stoppen, würde der Klimawandel noch 1000 Jahre weiter laufen. In dieser Zeit würde sich die Wassertemperatur in der Antarktis um 5°C erhöhen, die Eisfläche der Westantarktis schmelzen, der Meerespegel um einige Meter steigen und die Wüsten um Afrika sich um 30% ausdehnen. Ein weiteres Szenario analysiert die Folgen des Klimawandels, wenn schon 2010 eine Nullemission erreicht worden wäre: Selbst dann würde der Meeresspiegel bis zum Jahr 3000 noch um 23 Zentimeter steigen.

Grundsätzlich geschieht der Klimwandel auf der Nord- und Südhalbkugel der Erde unterschiedlich schnell. So würde sich die Nordhalbkugel nach einem Stopp der Treibhausgas-Emissionen etwas abkühlen, bleibt die Erwärmung auf der Südhalbkugel weiterhin bestehen. Dies liegt nach Ansicht der Forscher an der langsamen Bewegung des Meerwassers vom Nord- in den Südatlantik und an unterschiedlichen Windmustern.

Das Klimasystem ist also einer großen Trägheit unterworfen, die Geo- Engineering-Maßnahmen relativ nutzlos macht. Die Forscher erklären, dass solche Maßnahmen aufgrund der langen Verzögerung durch die Erwärmung der tiefen Meeresschichten mehrere Jahrhunderte lang ineffektiv bleiben würden. Umso wichtiger sei es, jetzt sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen, um die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren. Die Studie ist in der “Nature Geoscience” zu finden. (mh)