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Dioxin-Skandal: Weitere Höfe gesperrt, Ermittlungen gegen LBD

Dioxin-Skandal: Weitere Höfe gesperrt, Ermittlungen gegen LBD
Keine Entspannung im Dioxin-Skandal: Nachdem weitere 1.000 Höfe gesperrt wurden, wird jetzt gegen die LBD ermittelt. (Foto: © Pixelio / Mildenberger)

Der Dioxin-Skandal zieht immer größere Kreise. Wie nun bekannt wurde, sind wieder rund 1.000 Höfe gesperrt worden. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch gegen die Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft in Damme (Landkreis Vechta).

Dem Betrieb wird Medienberichten zufolge von der Staatsanwaltschaft ein Verstoß gegen das Lebens- und Futtermittel- gesetz vorgeworfen. Angeblich erhielt die Bezugsgenossenschaft dioxinbelastete Futterfette von dem mittlerweile insolventen Hersteller Harles und Jentzsch und teilte den Behörden nicht mit, an wen die Lieferungen gingen. Die rund 1.000 betroffenen Bauernhöfe wurden deshalb erst jetzt gesperrt. Das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen geht davon aus, dass aus diesem Grund etwa zehn Tage lang mit Dioxin belastete Produkte, insbesondere Eier, in den Handel gerieten.

Mittlerweile hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in den weiter anhaltenden Dioxin-Skandal engeschaltet. Sie kritisierte den Streit zwischen Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) und dem niedersächsischen Ministerpräsident David McAllister (CDU). Aigner forderte personelle Konsequenzen von McAllister, weil sie erst verspätet über weitere betroffene Höfe informiert wurde. Nach neusten Informationen wurden die Länder schon am Freitag über die betroffenen Höfe informiert, der Bund aber erst am Samstag. Laut der niedersächsischen Landesregierung lag hier ein Kommunikationsproblem vor.

Merkel fordert Aigner und McAllister dazu auf, die Sacharbeit in den Vordergrund zu stellen. Es sei entscheident, dass man jetzt gemeinsam im Verbraucherinteresse die notwendigen Entscheidungen treffe. Den 10-Punkte-Plan Aigners für eine Verbesserung der Futtermittelsicherheit begrüßte Merkel. (ok)