LichtBlick Ökostrom
100% Ökostrom aus regenerativen Quellen. Jetzt einfach und schnell zu Ökostrom wechseln. Jetzt online wechseln
Ökostrom-Vergleich
Vergleichen Sie jetzt einfach die Angebote mehrerer Ökostrom-Anbieter online. Jetzt kostenlos vergleichen
DailyGreen auf Twitter
DailyGreen Twitter
Lesen Sie alle News auch auf Twitter! Alle Beiträge aus diesem Sektor auch über unser Twitter-Profil: DailyGreen @ Twitter
Anzeige:
DailyGreen auf Facebook:
Stromspar-Ratgeber
Enttarnen Sie Stromfresser und schonen Sie neben Ihrem Geldbeutel die Umwelt! Werfen Sie einfach einen Blick in unsere stets aktuellen Tipps zum Strom sparen.

Öko-Test: Karnevalsmasken voller Schadstoffe

Öko-Test: Karnevalsmasken voller Schadstoffe
Das Verbrauchermagazin "Ökotest" hat Latexmasken auf Schadstoffe überprüft und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis. (Foto: © Pixelio / Thomann)

Bald erreicht die fünfte Jahreszeit mit den Karnevalsumzügen wieder ihren großen Höhepunkt und ob Groß oder Klein, die Verkleidung muss möglichst ausgefallen sein. Viele der Närrinnen und Narren greifen da gern mal zu einer Maske aus Latex, die nur schnell übergezogen werden muss. Das Verbrauchermagazin “Ökotest” hat in ihrer Januarausgabe deshalb zehn der Masken unter die Lupe genommen und deren Inhaltsstoffe genauestens analysiert.

Das Ergebnis aller zehn Masken war erschreckend, fast alle enthielten erhöhte oder sogar stark erhöhte Werte polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK), von denen der größte Teil als krebserregend eingestuft wird. Krebserregende Nitrosamine und nitrosierbare Stoffe entstehen bei der Herstellung von Kautschukprodukten. Die Tester weisen darauf hin, dass dafür bestimme Vulkanisationsbeschleuniger verantwortlich sind, die hier zum Einsatz kamen, für die jedoch längst Ersatzstoffe zur Verfügung stehen.

Für diese Nitrosamine (Vulkanisationsbeschleuniger), die auch in Luftballons zum Einsatz kommen, gilt hier inzwischen eine gesetzliche Höchstmenge von 0,05 Milligramm je Kilogramm. In einer Maske (Pferd mit Plüschhaar) konnten die Tester mehr als das 50-fache der gesetzlichen Höchstmenge feststellen. In der Maske Carnival & Party Frosch war es immerhin noch das 25-fache der erlaubten Menge. Zudem enthielt die Schaumlatexmaske „Vampir“ von Greyland neben dem hohen Wert an Nitrosaminen auch noch einen extrem hohen Gehalt an Latexproteinen.

Ganz besonders schlecht schnitt das Kunststoffgesicht des Howling Ghost des Anbieters Rubie´s bei den Testern ab, da diese Maske enorm hohe Werte des Weichmachers Diethylhexylphtalat (DEHP) aufwies. Der Weichmacher darf bereits seit Jahren in Spielzeug und Babyartikeln nicht mehr als 0,1 Prozent des Produktes ausmachen, der von der Maske um das Hundertfache überschritten wurde. Allerdings ist dies erlaubt, da sie nicht unter die Produktdefinition Kinderprodukt fällt. Zudem stellte “Ökotest” fest, dass auch die Textilteile dieser Maske es in sich hatten – sie wurden Mithilfe des Azo-Farbstoffs p-Aminoazobenzol gefärbt.

Die Tester kamen zu dem Ergebnis, dass ausnahmslos alle Masken flüchtige organische Verbindungen (VOC) ausgasen. Neben Aromaten, die das zentrale Nervensystem und innere Organe schädigen können, atmet der Träger jede Menge anderes übles Zeug ein. So strömte aus sechs Masken beispielsweise Delta-3-Caren, bei dem es sich um ein starkes Allergen handelt, das zur Gruppe der Terpene gehört.

Nachdem “Ökotest” die Hersteller mit ihren Ergebnissen konfrontiert hatte, erinnerte der Anbieter der Howling-Ghost-Maske Rubie´s daran, dass die ermittelten p-Aminoazobenzol-Werte den gesetzlichen Grenzwert von 30 Milligramm pro Kilogramm für Azo-Farbstoffe nicht überschreite und somit keinen Anlass für negative Schlagzeilen biete. Nur der Hersteller der Frosch-Maske, Ortlob, reagierte und hat den Verkauf seiner Frosch-Maske sofort eingestellt. (ok)