BP bohrt auch vor Australiens Küste nach Öl

Wie Australiens Energieminister Martin Ferguson am Montag mitteilte, wurde den Konzernen BP, Woodside und zwei weiteren Unternehmen die Genehmigung erteilt, vor Western Australia und South Australia nach Öl zu bohren. Ferguson zufolge handelt es sich um insgesamt sieben Genehmigungen, von denen BP vier erhalten hat.
In den nächsten drei Jahren sollen durch die neuen Konzessionen weitere 682 Millionen australische Dollar in die Erkundung von Ölfeldern investiert werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Australien kann seinen Öl- und Gasbedarf derzeit nur durch Importe decken. Da zu erwarten ist, dass der Wert der Einfuhren in den nächsten Jahren noch steigen wird, sei es “wichtig für die Energiesicherheit”, dass neue Vorkommen entdeckt und ausgebeutet werden, so Ferguson.
Den Angaben zufolge haben die Firmen zugesichert, ausreichend auf die Sicherheit zu achten. Ölkonzern BP, der durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im letzten Jahr unter Kritik steht, habe seine Lektion gelernt und garantiere “die höchsten Sicherheitsstandards”. Das Unternehmen würde die Erfahrungen, die es bei der Explosion der “Deepwater Horizon” und der daraus resultierenden Umweltkatastrophe gemacht habe, in seine Arbeit vor Australien einfließen lassen.
Das Gebiet, in dem die Suche nach Öl und Gas erfolgen soll, ist rund 24.000 km² groß und gilt laut dem für Bohrvorhaben zuständigen BP- Manager Mike Daly als bislang unerforschtes Tiefseegebiet. In diesem Jahr sollen zunächst die erforderlichen Voruntersuchungen stattfinden. Frühestens 2013 oder 2014 sollen dann die eigentlichen Öl- und Gasbohrungen durchgeführt werden. (mh)





