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Kein Ethephon in Bio-Paprika

Kein Ethephon in Bio-Paprika
Nachdem in Discounter-Paprika erhöhte Ethephon-Werte gefunden wurden, raten Ernährungsexperten zu Bio-Paprika. (Foto: © Pixelio / Dreimirk30)

Angesichts der jüngsten Rückrufaktion des Discounters Lidl von mit Ethephon- belasteten Paprika sind die Verbraucher verunsichert. Am Samstag hatte Lidl den “Spanischen Paprika-Mix” aus seinen Geschäften in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zurückgerufen, nachdem darin erhöhte Werte des Wachstumsregulators Ethephon nachgewiesen wurden.

Betroffen war Gemüse, das im Zeitraum vom 10. bis 13. Januar 2011 verkauft wurde, laut Lidl wurde umgehend eine Rückrufaktion gestartet und der Artikel aus dem Verkauf genommen. Verbraucher, die das betroffene Gemüse gekauft hatten, wurden aufgerufen, es nicht zu verzehren, sondern in den Filialen zurückzugeben.

Anders als in der konventionellen Landwirtschaft, in der Ethephon grundsätzlich eingesetzt werden darf, solange die Rückstandsmengen einen bestimmten Höchstwert nicht überschreiten dürfen, ist der Einsatz von Ethephon in der ökologischen Landwirtschaft grundsätzlich verboten. Verunsicherte Verbraucher sollten deshalb zu Bio-Produkte greifen oder - falls sie sich das nicht leisten können oder wollen - zumindest auf das Herkunftsland der Paprika achten. Das rät Ernährungsexperte Frank Waskow von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die bisher gefundenen Paprika mit Ethephon-Belastung stammten aus Spanien. Am besten ist jedoch, man verzichtet zur Zeit komplett auf Paprika, denn dieses Gemüse hat (auch in Spanien) gerade keine Saison.

Ethephon ist ein Wachstums- und Reiferegler, der vor allem bei Tabak, Baumwolle, Kaffee, Reis und Weizen zum Einsatz kommt. Überschreiten die Werte die gesetzlich zulässigen Höchstmengen, wie im vorliegenden Fall, kann es zu gesundheitsschädlichen Folgen sowie Haut- und Schleimhautreizungen kommen. (mh)