Erneute Kürzung der Solarstromförderung geplant
Wie aus Branchen- und Koalitionskreisen zu verlauten ist, haben sich das Bundes- umweltministerium und die Solarbranche auf eine vorgezogene Kürzung der Solarstromförderung im Juli geeinigt. Auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat Medienberichten zufolge die neuen Kürzungspläne bestätigt. Bei einer Energiekonferenz in Berlin erklärte Röttgen, dass es in Kürze einen neuen Vorschlag zur Kürzung der Photovoltaik- Förderung geben wird.
Es soll Pläne geben, nach denen Anfang 2012 die Förderung um 9% gekürzt wird. Demnach würde die Förderung für eine Photovoltaik-Anlage auf Hausdächern um bis zu 24% sinken und nur noch 21,84 Cent pro Kilowattstunde betragen. Konkrete Details dazu sollen heute auf einer Pressekonferenz von Röttgen und Günther Cramer, dem Präsidenten des Bundesverbands Solarwirtschaft mitgeteilt werden.
Hintergrund für die neuen Kürzungspläne ist die deutliche Zunahme an Photovoltaik-Anlagen und die daraus resultierende Ökostromumlage, die von 2 auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde gestiegen ist. Alleine 2010 wurden in Deutschland 7000-8000 Megawatt neue Solarstromleistung installiert, das entspricht der Leistung von fast 6 Kernkraftwerken.
Thomas Bareiß, energiepolitischer Sprecher der CDU, forderte eine Begrenzung der Neuinstallation von Photovoltaik-Anlagen auf 3500 Megawatt pro Jahr. Dem schließt sich auch FDP-Umweltexperte Kauch an, der darauf hinweist, dass Solarstrom im Vergleich zur Windkraft noch immer sehr teuer ist. Regierungsangaben zufolge nimmt die Solar- förderung fast 40% der gesamten Ökostrom-Förderung in Anspruch, liefert aber nur 9% der gesamten Öko-Energie.




