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Vom Flakbunker zum Öko-Kraftwerk

Vom Flakbunker zum Öko-Kraftwerk
Ein ehemaliger Flakbunker in Hamburg wird zu einem Öko-Kraftwerk umgebaut, das Wärme und Strom erzeugen soll. (Foto: © Pixelio / Duwald)

Ein ehemaliger Flakbunker im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg soll im Rahmen der Internationalen Bauaustellung (IBA) 2013 zu einem Kraftwerk erneuerbarer Energien umgebaut werden. Außerdem soll auf der obersten Plattform des 30 Meter hohen Kolosses aus 80.000 Tonnen Stahlbeton ein Besucher-Café errichtet werden. Die Umbauarbeiten wurden am Mittwoch offiziell eröffnet.

Der Bunker, in dem während des Zweiten Weltkriegs bis zu 30.000 Menschen Schutz vor Bomben suchten, ist seit 1947 nicht mehr als eine funktionslose Bauruine. IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg berichtet, dass im letzten Jahr der Gebäudebestand und der Zerstörungsgrad des Bunkers umfassend untersucht wurde und nun mit den Maßnahmen zur Instandsetzung begonnen wird. Neben der Schutträumung und der Sanierung der erodierten Fassaden muss auch die Statik neu gesichert werden.

Der Bunker soll als “Energiebunker” zu neuem Leben erwachen und die Betriebe und Wohngebäude in der Nähe mit Wärme versorgen. Dazu soll Abwärme aus der Industrie genutzt werden, die zusammen mit aus regenerativen Erzeugungsanlagen produzierter Wärme in dem Bunker gespeichert wird, bis sie benötigt wird.

Zusätzliche Wärme und Strom soll durch Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach und den Außenwänden des Bunkers gewonnen werden, darüber hinaus soll ein Biomethan- und Blockheizkraftwerk entstehen. So könnten nicht nur rund 6600 Tonnen CO2 eingespart, sondern auch ein 120 Hektar großes Stadtgebiet mit Wärme versorgt werden. (mh)