Chinesische Umweltschützer üben heftige Kritik an Apple
Das chinesische Institute of Public & Environmental Affairs (IPE) und andere Umweltschutzorganisationen haben massive Kritik an dem Elektronikkonzern Apple geübt. In einem Bericht werden dem Unternehmen mangelhafte Standards für Sicherheit und Umweltschutz bei seinen Zulieferern in China vorgeworfen. Ein Sprecher von IPE erklärte, dass Apple die Verantwortung gegenüber der Umwelt und Gesellschaft nicht übernehme, sondern bei seinen Produkten nur am Preis und der Qualität interessiert sei, so der Vorwurf.
So soll es bei den Mitarbeitern der Zulieferungsfirmen immer wieder zu Vergiftungen und anderen starken Gesundheitsschädigungen kommen. Außerdem soll die Umwelt um die Produktionsstätten herum verseucht sein, heißt es in dem Bericht. Apple selbst wies die Vorwürfe zurück und erklärte, dass man sowohl die Zulieferer als auch die Produktionspartner regelmäßig und umfassend überwache und überprüfe. Schon früher musste sich Apple Kritik gefallen lassen, nachdem bei Fertigungspartner Foxconn die Selbstmordrate rasant anstieg.
Doch Apple ist nicht der einzige Elektronikkonzern, der in dem Bericht, kritisiert wird. Zwar landet das Unternehmen auf einer Rangliste von in China produzierenden Unternehmen auf dem letzten (29.) Platz, doch auch LG, Nokia und Sony Ericsson kommen wegen der schlechten Zustände bei ihren Zulieferern nicht ungeschoren davon.
Lob gab es dagegen für die Unternehmen Alcatel-Lucent, HP, Hitachi, Samsung, Sharp, Toshiba und Vodafone, die Maßnahmen durchgeführt haben, die zu einer Verbesserung der Situation beigetragen haben. (mh)





