Neuer Energie-Aktionsplan der EU
Wie EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Freitag in einer Twitter-Nachricht mitteilte, hat der EU-Gipfel in Brüssel einen Aktionsplan beschlossen, der eine sichere und erschwingliche Energieversorgung sicherstellen soll. Demnach solle kein EU-Mitgliedstaat nach 2015 von den europäischen Gas- und Elektrizitätsnetzwerken isoliert sein oder seine Energiesicherheit durch den Mangel an angemessenen Verbindungen aufs Spiel gesetzt sehen“, hieß es in dem Beschluss, der die Vollendung des Energiebinnenmarktes bis 2014 vorsieht. Zudem hob Van Rompuy die Notwendigkeit hervor, dass „Investitionen in erneuerbare Energien sowie Energien mit geringem CO2-Ausstoß (Atomkraft) gefördert werden.”
Zuvor hatte Frankreich in dem Gipfelbeschluss darauf hingewirkt, dass neben den grünen Energien wie Solar- und Windkraft ebenso die Atomkraft als besonders investitionswürdig einzustufen sei.
Insgesamt wurde der Investitionsbedarf im europäischen Energiesenktor von der EU-Kommission bis 2020 auf eine Billion Euro beziffert. Von den 200 Milliarden Euro, die in die Leitungsnetze fließen sollen, sollen die Unternehmen ein Großteil des Geldes aufbringen. Hingegen soll die EU bei nötigen Infrastrukturprojekten im Energiebereich, welche für private Unternehmen wenig attraktiv sind, einspringen. „Über die Bewältigung der heutigen Krise hinaus legen wir die Grundlage für ein nachhaltiges und Arbeitsplätze schaffendes Wachstum“, twitterte Van Rompuy.
Die europäische Staatengemeinschaft, die unabhängiger von Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten und Russland werden will, ist mit 500 Millionen Einwohnern und 20 Millionen Unternehmen der weltgrößte Energiemarkt. (sk)




