Die E-Schwalbe rollt ab Mai vom Band

Nach dem “New Trabi” soll nun auch mit der legendären Schwalbe ein Stück DDR- Nostalgie auf die deutschen Straßen zurückkehren, diesmal jedoch mit einem flüsterleisen Elektromotor ohne CO2- Ausstoß. Hinter dem Projekt steckt ein Unternehmer aus Baden-Württemberg und der Energieversorger Entega. Weil die Marke jedoch an den Produktionsstandort Suhl in Thüringen gekoppelt ist, wird das Kultmoped auch in einem dort ansässigen Werk hergestellt.
Wie die “Thüringische Landeszeitung” berichtet, konnte die neue efw- suhl GmbH mittlerweile eine Fertigungshalle für das E-Moped finden. Noch in diesem Jahr sollen die ersten 1000 Elektro-Schwalben vom Band rollen. Noch arbeite man an der technischen Feinabstimmung. So muss unter anderem noch am Rahmen und der Verkleidung gearbeitet werden. Das finale Produkt soll sich jedoch zu 80 Prozent an dem auf der Intermot in Köln gezeigten Prototyp orientieren. Die ersten E-Schwalben sollen im Mai zusammengesetzt und ausgeliefert werden.
Laut der efw-suhl GmbH wird die E-Schwalbe in drei Modellvarianten angeboten, die sich in den Punkten Höchstgeschwindigkeit und Reichweite unterscheiden. So wird es Modelle mit 25, 45 und 80 km/h Spitzengeschwindigkeit und einer maximalen Reichweite von 50 bis 220 Kilometern geben. Da es an den wenigsten Häusern Außensteckdosen gibt, soll sich der Akku der E-Schwalbe demontieren und zum Aufladen mit in die Wohnung nehmen lassen. Zum Preis gibt es noch keine Info.
Das Original wurde zwischen 1964 und 1986 in den Suhler Simson- Werken gebaut. Die Schwalbe konnte wie die Vespa zum echten Kult- Fahrzeug avancieren und wird heute noch wegen ihrer robusten Bauweise und der geringen Rostanfälligkeit von Fans geschätzt. (ok)





