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Neuer TÜV-Härtetest für Photovoltaik-Module

Neuer TÜV-Härtetest für Photovoltaik-Module
Mit dem neuen Härtestest für PV-Module des TÜV Rheinland und der Solarpraxis AG sollen die Module auf dem Markt bewertet werden. (Foto: © Pixelio / Sturm)

Der TÜV Rheinland und die Berliner Solarpraxis AG haben einen neuen Vergleichstest für Photovoltaik-Module entwickelt, der “sehr gute” Solarmodule identifiziert, die auch noch in 20 Jahren die in der Renditerechnung veranschlagte Leistung erzielen. Das neue Prüfsystem namens “PV+Test” ist mit acht Modultypen in der Prüfung gestartet, aber offen für alle Hersteller und wird ständig erweitert.

Bei dem Test werden die Module anonym im normalen Handel gekauft und danach in einem Testlabor des TÜV Rheinland in Köln einer umfassenden, mehrmonatigen Prüfung unterzogen. Dabei werden insbesondere die Leistungsfähigkeit, die elektrische Sicherheit, die Verarbeitung, die Alterungsbeständigkeit, die Dokumentation und Installationsanleitung sowie die Montagefreundlichkeit und Gewährleistung genau unter die Lupe genommen. Außerdem werden die Module einem mechanischen Belastungstest unterzogen. Insgesamt werden rund 25 verschiedene Tests und Prüfkriterien untersucht. Diese wurden in den letzten zwei Jahren vom TÜV Rheinland und der Solarpraxis AG in Abstimmung mit einem 35-köpfigen Expertenbeirat aus der Solarbranche entwickelt.

Bewertet wird nach dem deutschen Schulnotensystem. Es können maximal 100 Punkte erreicht werden. Um die Note “sehr gut” erreichen zu können, müssen mindestens 90 Punkte erzielt werden, für ein “ausreichend” müssen mehr als 50 Punkte erreicht werden. Es wurde bereits ein Test an Solarmodulen mehrerer Hersteller durchgeführt. Dabei erzielten die Solarmodule “Schott Poly 290″ von Schott Solar und die Module “NU-180E1″ von Sharp die Bestnote. Ganz knapp an der Bestnote vorbei gelangten die Module von Mitsubishi Electric (PV- TD185MF5) und Conergy (PowerPlus 225P), ebenfalls “gut” waren die Module von Sovello (SV-X-195-fa1) und Perfect Solar (PS230-6P-TOP).

Die Testergebnisse sollen regelmäßig in der deutschen Fachzeitschrift “photovoltaik” veröffentlicht werden. Chefredakteur Dr. Michael Fuhs zeigt sich über diese unabhängige und umfassende Prüfung des TÜV Rheinland sehr erfreut, denn diese sei ein weiterer Schritt für “eine verlässliche, genau vergleichbare Übersicht der qualitativ hochwertigen Solarmodule am Markt”. Außerdem werden die Ergebnisse auch in der von der Solarpraxis AG herausgegebenen internationalen Zeitschrift “pv- magazine” publiziert, um sie auch einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. (mh)