UBA: Erhöhte Stickstoffdioxidwerte in der Luft
Wie eine erste Auswertung des Umwelt- bundesamtes (UBA) zur Luftqualität im Jahr 2010 zeigt, war die Luft in vielen Städten immer noch schlecht. Demnach registrierten 56 Prozent der städtisch verkehrsnahen Luftmessstationen Stickstoffdioxidkonzentrationen (NO2) die den seit dem 1.1.2010 einzuhaltenden EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m3) überschritten.
Stickstoffoxide entstammen vornehmlich den Emissionen des Verkehrs sowie Verbrennungsprozessen in Industrie und Haushalten. „Gerade beim Stickstoffdioxid besteht Handlungsbedarf. Die Grenzwertüber- schreitungen beim Stickstoffdioxid treten vor allem in Städten und Ballungsräumen auf, also dort, wo auch ein Großteil der Bevölkerung lebt.“, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Wie die Auswertung der auf vorläufigen Daten aus den Messnetzen der Länder und des UBA ergeben haben, war die Stickstoffdioxidbelastung im Vergleich zum letzten Jahrzehnt im Jahr 2010 ähnlich hoch.
Ebenso wurden auch die seit 2005 geltenden Grenzwerte für Feinstaub (PM10) von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten. Insgesamt lag die Feinstaubbelastung im Jahr 2010 geringfügig über dem Niveau der vorangegangenen drei Jahre. Deshalb sieht UBA-Präsident Flasbarth hier weiteren Handlungsbedarf: „Die Einführung von Umweltzonen war ein richtiger Schritt um der Feinstaubbelastung zu begegnen.” Diese sollen nun noch konsequenter angewendet werden.
Neben einer stärkeren Ausrichtung auf den Öffentlichen Personen- nahverkehr könne die Förderung des Fußgänger- und Radverkehrs in vielen Städten einen wichtigen Beitrag für saubere Luft leisten, so der UBA-Präsident. „Wer zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV unterwegs ist, sorgt nicht nur für eine bessere Luftqualität, sondern sorgt auch für weniger Lärm“, so Flasbarth. (sk)





