USA: Offshore-Initiative gestartet
Wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) berichtet, haben die beiden US-Minister Ken Salazar (Innenminister) und Steven Chu (Energieminister) beschlossen, die Offshore-Windenergie in den USA zu stärken. Für die Entwicklung der Offshore-Windenergie wollen die beiden Ministerien 50,5 Millionen US-Dollar (umgerechnet 37 Millionen Euro) bereitstellen, die vor allem für den Ausbau der Offshore-Windenergie an der mittleren Atlantikküste investiert werden sollen. Hier wurden bereits vier Regionen festgelegt, die in Sachen Windenergie Vorrang haben sollen: dies sind Gebiete vor den Küsten von Delaware, Maryland, New Jersey und Virginia.
Konkret sollen im Rahmen der Initiative drei Probleme angegangen werden, die mit Hilfe der Fördermittel gelöst werden sollen: So sollen in den nächsten fünf Jahren umgerechnet rund 18,3 Millionen Euro in die technische Entwicklung von Offshore-Windenergieanlagen und deren Zubehör investiert werden. Über drei Jahre hinweg werden jeweils rund 13,2 Millionen Euro zum Abbau von bestehenden Markthindernissen investiert und schließlich sollen umgerechnet 5,5 Millionen Euro für die Entwicklung neuartiger Antriebsstränge verwendet werden.
Damit will die US-Regierung folgendes erreichen: (1) Senkung der hohen Kosten der Offshore-Windenergie, (2) Überwindung der technischen Herausforderungen bei Installation, Betrieb und Netzanbindung und (3) Sammlung von bislang fehlenden Daten und Erfahrungen über Standorte und Projektgenehmigungen. Die Initiative soll dazu beitragen, das von US-Präsident Barack Obama gesteckte Ziel, die Stromversorgung zu 80% aus erneuerbaren Energien zu decken, zu erreichen. Dazu wurde bereits ein Ausbauplan in der “National Offshore Wind Strategy: Creating an Offshore Wind Industry in the United States” festgelegt. Die US- Regierung plant, die Offshore-Windenergieleistung vor den Landesküsten bis zum Jahr 2020 auf 10 GW und bis 2030 auf 54 GW zu erhöhen. (mh)




