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Eines für Alle: Das Universal-Ladegerät für Handys kommt

Eines für Alle: Das Universal-Ladegerät für Handys kommt
Die EU hat gestern das neue Universal-Ladegerät für Handys präsentiert. 14 Hersteller unterstützen das einheitliche Ladekabel. (Foto: © Pixelio / Grabscheit)

Wer sich ein neues Handy zulegt, erhält damit auch fast immer ein auf das Gerät zugeschnittenes Ladegerät mitgeliefert. Mit der Zeit sammeln sich so in Schränken und Schubladen viele alte Ladegeräte an, die meistens als Elektroschrott enden. Die EU-Kommission hatte bereits im Jahr 2009 versprochen, mit der Industrie an einer einheitlichen Lösung arbeiten und diese 2010 vorstellen zu wollen. Nun ist es doch 2011 geworden. Gestern stellte die EU die Ergebnisse und das neue Ladekabel vor.

Laut der EU haben sich insgesamt 14 Handyhersteller verpflichtet, ein einheitliches Ladegerät zu unterstützen. Das Universal-Ladegerät soll mit allen neuen Handys und Smartphones und auch einigen älteren Geräten kompatibel sein. Voraussetzung ist, dass sie diese mit dem Computer verbinden lassen, denn das Universal-Ladegerät setzt auf einen Micro- USB-Stecker. Dieser Standard wird bereits von Unternehmen wie HTC und Motorola verwendet, der neuen Allianz gehören aber auch Hersteller wie Sony Ericsson, Apple und Nokia an.

Wer sich künftig ein neues Handy zulegt, wird im Karton kein Ladekabel mehr vorfinden. Die EU glaubt, dass dadurch auch die Handypreise fallen werden. Ob die Hersteller die Einsparung wirklich an die Verbraucher weitergeben geben werden, ist jedoch fraglich. Das neue Ladegerät muss künftig nur einmal gekauft werden und kann dann für alle Geräte mit einem Micro-USB-Anschluss verwendet werden.

Zugleich soll durch den Wegfall von Millionen Ladegeräten aber auch der Elektroschrott deutlich zurückgehen. Die EU schätzt, dass durch die neue Regelung etwa 50.000 Tonnen Elektroschrott pro Jahr eingespart werden können. Vorausgesetzt, dass auch wirklich alle Verbraucher ihre alten Ladegeräte entsorgen und nicht für den Notfall lagern. Die Regelung betrifft ausschließlich Mobiltelefone. An eine einheitliche Norm für andere mobile Geräte wie Laptops hat sich die EU noch nicht herangewagt. Man erhofft sich jedoch eine Signalwirkung. (ok)