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Sensor “evSAT” soll Sicherheit von Elektrofahrzeugen erhöhen

Sensor “evSAT” soll Sicherheit von Elektrofahrzeugen erhöhen
Zulieferer Continental hat mit dem "evSAT" einen Sensor entwickelt, der die Sicherheit von Elektrofahrzeugen erhöhen soll. (Foto: © Pixelio / Gereon Meyer)

Bei einem Crash mit einem Elektro- oder Plug-in-Hybridfahrzeug besteht durch die darin verbauten Hochvolt-Batterien, deren Spannung bis zu 400 Volt betragen kann, das Risiko, dass Rettungskräfte, die das Fahrzeug und seine Insassen bergen müssen, an der Karosserie einen lebensgefährlichen Stromschlag bekommen. Zwar bescheinigte der ADAC dem Mitsubishi i-MiEV, der als erster Serienstromer auf dem deutschen Markt verfügbar ist, eine hohe Sicherheit (die Batterie schaltete sich im Crashtest ab), eine noch höhere Sicherheit kann jedoch nur eine stetige Weiterentwicklung der Sicherheitssysteme sowie Schulungen des Rettungspersonals im Bezug auf den Umgang mit verunfallten Elektrofahrzeugen bringen. Zulieferer Continental will die Sicherheit von Elektroautos nun mit dem “evSAT”-Sensor verbessern.

Bei dem “Satellite for Electric Vehicles” (evSAT) handelt es sich um einen Beschleunigungssensor, der künftig in Elektroautos und Plug-in-Hybrid- Fahrzeugen eingesetzt werden soll. Der Sensor erkennt den Angaben zufolge automatisch einen Front-, Heck- oder Seitenaufprall. In vielen elektrisch betriebenen Fahrzeugen wird die Batterieabschaltung durch das Airbagsystem ausgelöst. Das bedeutet: Werden die Airbags bei einem Crash ausgelöst, wird auch die Batterie abgeschaltet. Die Airbags sind jedoch während der Ladephase wie der Rest der Fahrzeugelektronik inaktiv. Kommt es in dieser Situation zu einem Auffahrunfall, schlägt das System an und die Batterie wird innerhalb einer halben Sekunde abgeschaltet. So besteht bei der Bergung kein Risiko mehr.

Auch Überschläge erkennt der “evSAT” laut Continental zuverlässig. Gerät das Fahrzeug in Dachlage, wird die Batterie innerhalb von maximal vier Sekunden abgeschaltet. Bei Unfällen im Fahrbetrieb wird die Batterie nach wie vor vom Airbagsystem abgeschaltet. Wird das Elektrofahrzeug abgestellt, schaltet sich “evSAT” in einen Ruhemodus, um eine Entladung der Batterie durch einen Dauerbetrieb zu vermeiden.

Laut Continental wurde bewusst auf eine Vernetzung mit dem restlichen Fahrzeugsystem verzichtet. Nach den Angaben des Unternehmens ist es billiger, einem autonomen Sensor diese Aufgabe zu übertragen als die Funktion der Airbag-Sensoren und -Software an neue Anforderungen anzupassen. Laut Continental soll noch in diesem Jahr mit der Produktion der evSAT-Sensoren begonnen werden. Ab 2012 soll der Sensor bei einem deutschen Automobilhersteller in Serie gehen. (ok)