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EnBW reduziert Investitionen in Ökostrom

EnBW reduziert Investitionen in Ökostrom
Trotz Rekordgewinne will EnBW seine Investitionen in erneuerbare Energien und Ökostrom-Produktion erheblich kürzen. (Foto: © Pixelio / Sturm)

Der drittgrößte deutsche Energieversorger EnBW hat im letzten Jahr einen Gewinn von 1,17 Mrd. Euro erwirtschaftet und damit einen Gewinnzuwachs von 52,4% verzeichnen können. Der Umsatz des Unternehmens belief sich auf 17,5 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 12,5% entspricht und auf den Aufschwung und den wieder steigenden Strombedarf der Industrie zurückzuführen ist.

Dennoch will EnBW nun sparen, um die steigenden Kosten, die durch sinkende Strompreise, höhere Sicherheitsanforderungen an Atomkraftwerke und die Brennelementesteuer verursacht werden, auszugleichen. EnBW betreibt in Deutschland vier Atomkraftwerke. Im Rahmen der von der Bundesregierung beschlossenen Laufzeitverlängerung müssen die Betreiber von Atomkraftwerken Steuern auf die Brennelemente zahlen und gleichzeitig für die Förderung von Ökostrom zahlen.

Konkret sollen die Investitionen in Erneuerbare Energien und die Produktion von Ökostrom gesenkt werden. In erster Linie sollen die Investitionen in Wasserkraft reduziert werden. Insgesamt sollen statt der bis 2013 geplanten Investitionen über 7,9 Milliarden Euro nun nur noch 5,1 Milliarden Euro getätigt werden.

Der Bereich Erneuerbare Energien soll dennoch nicht vernachlässigt werden. Um zusätzliche Windenergie-Anlagen zu bauen, sucht EnBW deshalb neue Finanzierungspartner wie z.B. Stadtwerke oder Pensionsfonds. Mit dem niedersächsischen Unternehmen EWE sollen verschiedene Kooperationen fortgeführt werden. (mh)