Studie: Windräder keine Gefahr für Vögel

In der Vergangenheit wurden immer wieder sehr spektakuläre Videos von Vögeln, die unglücklicherweise von den Rotorblättern einer Windkraftanlage erschlagen werden, von Windpark- Kritikern ins Netz gesetzt. Mit ihren Argumenten zu der angeblichen Gefährlichkeit von Windkraftanlagen für die Vogelwelt wollen sie den Bau von neuen Windrädern verhindern.
Im Jahr 2007 entschloss sich das Bundesumweltministerium aufgrund der zunehmenden Kritik von Vogelschützern dazu, dieses Problem genau zu untersuchen und förderte deshalb verschiedene Forschungsstudien zu diesem Thema mit einer Summe von rund 1 Million Euro.
Die nun abgeschlossenen Studien zeigten, dass Vögel weniger durch Windparks gefährdet sind als bislang angenommen. Zumindest konnten die Befürchtungen der Tierschützer hinsichtlich der untersuchten Greifvögel widerlegt werden. Demnach gibt es in Gegenden mit Windrädern kein überdurchschnittlich häufiges Vogelsterben.
Nach Aussage eines Ministeriumssprechers gegenüber der dpa „habe die bisherige Entwicklung keine erhebliche Gefahr für die Tiere gezeigt, was Anzahl, Mastgestaltung und Höhe der Windräder betreffe“. Es würden weitaus mehr Vögel gegen Gebäude oder Autos fliegen oder von Katzen gefressen. Die Zahlen zeigen eine relativ geringe Anzahl an Opfern durch die Windkraftanlagen. Die detaillierten Abschlussergebnisse zu dieser dreijährigen Studie will das Bundesumweltministerium im März dieses Jahres veröffentlichen. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden. (sk)




