Schweizer achten auf Öko-Siegel

Einer Studie des eidgenössischen Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zufolge achten Verbraucher in der Schweiz vermehrt auf die Umweltverträglichkeit von Produkten. Zu der repräsentativen Umfrage hatte das Forschungsinstitut GFS Bern im Auftrag des BAFU rund 1.000 Personen zu ihren Bedürfnissen und der Akzeptanz von Produktinfos wie CO2- Ausstoß oder Energieverbrauch befragt.
Demzufolge bezieht eine große Mehrheit der Schweizer Bevölkerung Informationen über die Umweltverträglichkeit eines Produkts in ihre Kaufentscheidung mit ein und erachtet diese als sehr hilfreich. Zudem kam bei der Umfrage heraus, dass sich die Konsumenten in erster Linie dafür interessieren, ob das Produkt umweltverträglich hergestellt wurde beziehungsweise ob es ohne große Umweltbelastung entsorgt werden kann.
Laut der Studie informieren sich Verbraucher am häufigsten über die an den Produkten angebrachten Informationen wie Öko-Gütesiegeln bei Lebensmitteln und Energielabeln bei elektrischen Geräten.
Für BAFU-Direktor Bruno Oberle wäre ein erster Schritt getan, wenn Hersteller und Händler weiter freiwillig, aber korrekt und umfassend, über die Umweltverträglichkeit eines Produkts informieren würden. Laut der Studie sind gesundheitliche Aspekte und der Verbrauch von Ressourcen wie Wasser und Energie für die Verbrauchern ebenfalls von sehr großer Bedeutung. Vor dem Hintergrund, dass sich der Bundesrat in Bern für die Verbesserung der Information zur Umweltbelastung von Produkten ausgesprochen hatte, wurde eine zweite Studie durchgeführt, in der unterschiedliche Methoden zur Herleitung von Umweltinformationen untersucht wurde. Die Ergebnisse legen die Empfehlung nahe, dass die von einem Produkt ausgehende Umweltbelastung von der Ressourcen- gewinnung bis zum Verkaufsregal ausgewiesen werden sollte. (sk)





