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Aktivisten kidnappen Ronald McDonald, fordern Antworten

Aktivisten kidnappen Ronald McDonald, fordern Antworten
Die Aktivisten der "Food Liberation Army" wollten mit einer ungewöhnlichen Aktion Antworten auf einen Fragenkatalog von McDonalds "erpressen". (Foto: © FLA)

Wie erst jetzt bekannt wurde, wollten die finnischen Aktivisten der “Food Liberation Army” mit einer doch sehr ungewöhnlichen Aktion Antworten auf einen Fragenkatalog von der Fast-Food-Kette McDonald’s “erpressen”. Dazu “kidnappte” man kurzerhand eine Ronald McDonald Figur aus einem McDonalds Restaurant und stellte auf YouTube ein Erpresservideo im Stil arabischer Entführervideos online. Man drohte McDonalds die Enthauptung der Plastikfigur an, sollte man nicht bis zum 11. Februar Antworten auf alle gestellten Fragen erhalten. Berichten zufolge wurden bei dem Diebstahl der Ronald McDonald Figur zwei Aktivisten von der Polizei festgenommen.

In dem Fragenkatalog heißt es: “Wir lieben Burger, Pommes Frites und McDonalds, aber wir können nicht länger schweigend beobachten, wie das Essen, das wir lieben, aufgrund von Gier und Gleichgültigkeit zerstört und geschändet wird. Wegen Ihrer Kurzsichtigkeit sind Ihre Burger fast ungenießbar geworden.” In dem Fragenkatalog geht es in erster Linie um ethische Sachverhalte wie Profit, Tierhaltung und Gesundheitsfragen.

So wollten die Aktivisten unter anderem wissen, wie viele Tonnen nicht- wiederverwertbaren Abfall das Unternehmen jedes Jahr produziert und warum diese Zahlen nicht veröffentlicht werden. Auch die Frage, warum das Unternehmen nicht die Verantwortung für seine “kulinarischen Konsequenzen” übernimmt und nicht versucht, “Fettsucht, Diabetes und ihre tödlichen Auswirkungen zu vermeiden”, findet sich in dem Katalog.

Die Aktion hatte jedoch keinen Erfolg. McDonalds teilte mit, dass die geschmacklose Aktion kein “ernstzunehmender Versuch sei, einen konstruktiven Dialog zu beginnen.” Die Gruppe ließ ihren Drohungen Taten folgen, enthauptete die Plastikfigur und veröffentlichte dies als Video auf YouTube. Diese finden sich inklusive des Fragenkatalogs auf der offiziellen Website der Food Liberation Army. (ok)