Schleswig-Holstein senkt CO2-Ausstoß
Einer aktuellen Auswertung des Statistikamtes Nord zufolge hat sich in Schleswig-Holstein der CO2-Ausstoß im Zeitraum von 1990 bis 2008 um rund ein Viertel reduziert. Die Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf zeigte sich sehr erfreut über die positive Bilanz und erläuterte, dass Schleswig-Holstein beim Vergleich der Pro- Kopf-Emissionen mit 6,9 Tonnen CO2 um 31 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt (10,1 Tonnen) liege. Allein sechs Millionen Tonnen ergaben sich aus der geringeren Nutzung von Mineralölprodukten. Das zeige, dass Schleswig-Holstein den richtigen Kurs gegen die Klimaerwärmung eingeschlagen habe, erklärte die schleswig-holsteinische Ministerin am Dienstag.
Die Landesregierung werde auch weiterhin das Ziel der Bundesregierung unterstützen, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Erfolgsgrundlage des Klimaschutzes zwischen Nord- und Ostsee sei weiterhin der „Aktionsplan Klimaschutz“ des Landes aus dem Jahr 2008 sowie das Klimaschutzprogramm aus dem Jahr 2009.
Zudem schaffe „aktiver Klimaschutz zusätzliche Arbeitsplätze“, da moderne Umwelttechnik ein deutscher Exportschlager sei, sagte die Umweltministerin. Besonders im Bereich erneuerbare Energien habe Schleswig-Holstein eine Vorreiterrolle, die ausgebaut werden müsse, da die Nachfrage nach Effizienztechniken und Energieeinsparung ansteige.
Ein wichtiges Standbein der Energie- und Klimaschutzpolitik des Landes seien bei den erneuerbaren Energien vor allem Windkraft und Biomasse. Deshalb sei es das Ziel der Landesregierung, bis 2020 rein rechnerisch über 100 Prozent des Stromverbrauchs klimafreundlich aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Seit 2005 sind erneuerbare Energieträger zweit- größter Stromlieferant des Landes hinter der Atomenergie, jedoch noch vor Steinkohle, Heizöl und Erdgas. (sk)





