Elektroauto: Smart präsentiert den Forspeed in Genf

Smart wird auf dem Autosalon in Genf (3. bis 13. März) die Elektro-Studie Forspeed präsentieren. Der in Kooperation mit Renault entwickelte Smart soll aber erst im Jahr 2014 auf den Markt kommen. Die Studie der Daimler-Tochter verfügt weder über ein Dach noch Seitenscheiben. An Stelle der Frontscheibe befindet sich lediglich ein flacher Windabweiser, der den Luftstrom über die Fahrzeuginsassen hinweg leiten soll. Smart verspricht mit dem Forspeed ein “unvergleichliches Frischluftvergnügen”. Kommt es zu einem plötzlichen Regenguss, kann eine einfach Abdeckung aufgeknüpft werden. Wasser, das in den Innenraum gelangt ist, kann über Abflusslöcher im Boden abfließen.
Beim Antrieb kommt ein Elektromotor mit Boost-Funktion zum Einsatz. Der im Heck des Smart Forspeed verbaute Permanentmagnetmotor leistet 30 kW und bringt den kleinen Elektroflitzer in 5,5 Sekunden von 0 auf Tempo 60. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Smart mit 120 km/h an. Ein ganz besonderes Feature findet sich in der Mittelkonsole. Der Boost-Button kann zum Beispiel auf der Autobahn gedrückt werden, um schneller überholen zu können. Wird die Taste gedrückt, stehen dem Smart Forspeed kurzzeitig 5 kW mehr zur Verfügung. Die dafür notwendige Energie wird in einer Lithium-Ionen-Batterie mit 16,5 kWh gespeichert.
Der Forspeed lässt sich den Angaben zufolge an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose mit neuem Strom betanken. Für die Schnellladung von 0 auf 80 Prozent soll der Forspeed lediglich 45 Minuten benötigen. Die Bordelektronik wird über Solarzellen mit Strom versorgt, die in Form einer Folie an den Windabweisern angebracht sind. Die Reichweite des kleinen Stromers gibt Smart mit 135 Kilometern an, allerdings hängt diese wie immer maßgeblich vom Gasfuß des Fahrers ab.
Die Karosserie des Forspeed wurde aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Besonderes Design-Highlight sind die LED-Frontscheinwerfer mit “Wimpern”. Ob der Smart Forspeed irgendwann in Serie gehen wird, ist noch unklar. Aktuell sieht der Konzern die Studie eher als Hinweis auf die zukünftige Designrichtung der Marke. (ok)




