Erneuerbare Energien haben Anteil von 17%
Laut einer aktuellen Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) liefern die Erneuerbaren Energien immer mehr Strom: 2010 stieg ihr Anteil an der gesamten Stromerzeugung auf 17% (2009: 16,5%). Dieser Anteil an der gesamten Stromerzeugung setzt sich wie folgt zusammen: 6,2% stammen aus Windenergie, 4,7% aus Biomasse, 3,2% aus Wasserkraft, 2,0% aus Photovoltaik und 0,8% stammen aus Müllkraftwerken.
Die konventionellen Energien stellten im letzten Jahr mit fast 80% wieder den Löwenanteil an der deutschen Stromproduktion. Konkret entfielen 41% der Stromerzeugung auf Kohle (davon 23% auf Braunkohle und 18% auf Steinkohle), 23% auf die Kernenergie und 14% auf Erdgas. Heizöl, Pumpspeicher und sonstige Energiequellen trugen 5% zur Stromerzeugung in Deutschland bei.
Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung erklärte, dass die Hauptlast der Stromerzeugung in Deutschland weiter bei den Erdgas-, Kohle- und Kernkraftwerken liege, betonte aber, dass das Land ein wichtiger Industriestandort sei, der in absehbarer Zeit auf keinen der genannten Energieträger verzichten könne.
Noch seien die Erneuerbaren Energien nicht in der Lage, rund um die Uhr zuverlässig Strom bereitzustellen, deshalb bedürfe es einer sachlichen und offenen Diskussion über die Ergänzung dieser Versorgungsengpässe durch konventionelle Energieformen. Für die BDEW-Chefin besteht ein zukunftsfähiger Kraftwerkspark aus verschiedenen Anlagen wie zum Beispiel zentralen Großkraftwerken für die Grundversorgung und zusätzlicher Kräft-Wärme-Kopplung. (mh)





