Daimler fordert weiterhin staatliche Kaufanreize für Elektroautos

Schon seit längerer Zeit fordern die deutschen Automobilhersteller eine staatliche Kaufprämie für Elektroautos, wie es sie auch in anderen Ländern gibt. Bislang jedoch ohne Erfolg. Wie nun die Nachrichtenagentur “dpa” berichtet, dringt der Stuttgarter Automobil-Konzern Daimler weiterhin vehement auf die schnelle Einführung staatlicher Kaufanreize für Elektroautos in Deutschland, da die Kosten für ein Elektroauto laut Smart- Chefin Annette Winkler “für die Kunden über Jahre hinweg nicht tragbar sein werden.”
Die notwendige Unterstützung der Hersteller bei Entwicklung und Weiterentwicklung der Elektromobilität allein reiche nicht aus, da in anderen Ländern zunehmend auch die Anschaffung eines Elektroautos subventioniert würde. Im Klartext bedeute das, “dass der Nutzen dieser Investition in die Elektromobilität dann den Kunden in unserem Land nicht zugutekommt”, sagte Winkler. Nur wenige Wochen zuvor hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche damit gedroht, dass die Industrie ihre Elektroauto-Technologie notfalls aus Deutschland abzieht.
Entwicklungsvorstand Thomas Weber äußerte gegenüber der “dpa”, dass der staatliche Zuschuss nicht unbedingt in Form einer Kaufprämie gezahlt werden müsse, sondern sich auch “intelligentere Lösungen wie beispielsweise Steuervergünstigungen, Dienstwagenregelungen oder kostenloser Strom” finden lassen würden. Laut Weber müsse es für den Kunden attraktiv sein, sich trotz der im Vergleich zum Auto mit Verbrennungsmotor höheren Kosten ein Elektroauto anzuschaffen.
Der Smart-Chefin zufolge sind mittlerweile 1.000 der seit 2009 in Kleinserie verfügbaren Elektro-Smarts im Einsatz. Ab 2012 sollen die kleinen Elektroflitzer in Großserie produziert werden. Das Unternehmen plant aktuell mit fünfstelligen Absatzzahlen. (sk)




