LED- und Energiesparlampen im Test
Glühbirnen mit einer Leistung von 100 Watt und 75 Watt sind bereits aus den Regalen der Händler verschwunden. Im September 2011 soll die dritte Stufe der EU-Effizienzverordnung in Kraft treten und auch die weit verbreiteten Glühbirnen mit 60 Watt Leistung verbieten. Künftig sollen Verbraucher zur Energiesparlampe greifen, die jedoch seit langem in der Kritik steht, umwelt- und gesundheitsschädliche Stoffe zu enthalten. So findet sich in vielen Energiesparlampen Quecksilber. Fällt eine Energiesparlampe auf den Boden, gelangt das Schwermetall in die Luft. Besonders für Kinder und Schwangere bedeutet dies nach Ansicht von Experten eine akute Gesundheitsgefährdung.
Die Stiftung Warentest hat nun insgesamt 20 Energiesparlampen, LED- Lampen und Halogenglühlampen genauer unter die Lupe genommen. Testsieger wurden die noch vergleichsweise teuren, dafür aber sehr sparsamen und langlebigen LED-Lampen der Hersteller Philips, Toshiba und Osram. Kunden müssen für die LEDs zwischen 15 und 60 Euro auf die Ladentheke legen. Heller und deutlich preiswerter seien hingegen “gute” Energiesparlampen. Hier konnte sich die Osram Dulux Superstar Mini Ball für rund 11 Euro die besten Noten sichern. Ähnlich gut schnitten die Lampen von Megaman ab. Die Halogenglühlampen landeten hingegen auf hinteren Plätzen. Vor allem der sehr hohe Stromverbrauch der Leuchtmittel ließ keine bessere Platzierung zu.
In dem Test wurde unter anderem auch die Langlebigkeit der Lampen getestet. Rund 90.000 Mal wurden die Lampen ein- und ausgeschaltet. Einige Testobjekte verabschiedeten sich jedoch schon deutlich vor dem Erreichen dieser Marke. Hier zeigten vor allem die LEDs ihre Stärke und brannten bis zu 10.000 Stunden - etwa zehn Mal länger als klassische Glühbirnen. Daneben wurde auch die Zeit überprüft, die eine Lampe benötigt, bis sie ihre volle Helligkeit entfaltet hat. Hier lieferten die meisten Leuchtmittel ein gutes Ergebnis. Laut den Testern können außerdem nahezu alle getesteten Lampen die 75 und 100 Watt Glühbirnen in puncto Helligkeit ersetzen.
Auch der Quecksilbergehalt der Energiesparlampen wurde überprüft. Hier raten die Verbraucherschützer auf Energiesparlampen zurückzugreifen, die gebundenes Quecksilber in Form von festem Amalgam verwenden. So sei das Risiko geringer, dass Quecksilber entweichen kann, wenn das Leuchtmittel zerbricht. Konkret verhindert das Amalgam, dass sich das giftige Quecksilber in der Luft verflüchtigen oder Böden und Gewässer verunreinigen kann. Die Amalgam-Lösung kommt zum Beispiel in den Energiesparlampen von Megaman zum Einsatz. (ok)




