Frankreich: Solarförderung auf 500 MW pro Jahr begrenzt
Medienberichten zufolge hat die französische Regierung beschlossen, die Förderung von Strom aus Solaranlagen komplett neu zu regeln und eine jährliche Obergrenze festzulegen. Demnach sollen die Einspeisetarife für Photovoltaik-Strom künftig an das Marktwachstum angepasst werden. Die Anpassung soll quartalsweise erfolgen und mit dem Inkrafttreten der Neuregelung am 10. März 2011 starten. Zunächst soll die Einspeisevergütung 20% niedriger ausfallen als noch zum 1. September 2010.
Bis zur Neuregelung gilt noch das dreimonatige Moratorium für PV- Anlagen, danach ist eine Obergrenze von 500 Megawatt verbindlich. Darüber hinaus sollen große Photovoltaik-Dachanlagen und Solarparks ausgeschrieben werden und es gibt neue Voraussetzungen für die Solarförderung: Die Betreiber müssen Bankbürgschaften für ihre Projekte nachweisen und bei der Genehmigung dieser Projekte sollen zukünftig Umweltaspekte stärker berücksichtigt werden.
Premierminister Francois Fillon will sich Mitte nächsten Jahres wieder mit Vertretern der Solarbranche treffen und dann gemeinsam prüfen, wie die Umsetzung der Photovoltaik-Projekte vorangeschritten ist. Wenn sich dann herausstellen sollte, dass die Neuregelung einen Einbruch bei der Neuinstallation von Photovoltaik-Anlagen verursacht hat, wäre eine Korrektur der Begrenzung auf 800 MW denkbar, heißt es.
Fillon geht davon aus, dass in den beiden kommenden Jahren jeweils 1000 bis 1500 Megawatt Leistung neu installiert werden. Im Dezember belief sich die geplante Neuinstallation auf eine Leistung von 3400 MW. Die Begrenzung der Förderung begründet Fillon damit, dass Frankreich seine Ziele im Bereich der Solarenergie schon jetzt erreicht habe. (mh)




