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Eco Battery Charger kann Einwegbatterien wiederbeleben

Eco Battery Charger kann Einwegbatterien wiederbeleben
Das Ladegerät Eco Battery Charger soll in der Lage sein, herkömmliche Einwegbatterien bis zu 20 Mal wiederaufladen zu können. (Foto: © Arktis)

Im besten Fall landen Einwegbatterien nachdem sie vollständig entleert wurden in der Wiederverwertung, wo die darin enthaltenen Giftstoffe und Metalle wie Blei, Cadmium und Zink recycelt werden. In Deutschland werden 42 Prozent (rund 14.200 Tonnen, Stand 2008) gebrauchte Batterien und Akkumulatoren einem Recycling zugeführt. Ab 2016 sollen es laut dem Batteriegesetz mindestens 45 Prozent sein. Mittlerweile finden sich kostenlose Rückgabestellen für Batterien in vielen Supermärkten und Kaufhäusern. Ein Großteil landet jedoch immer noch im Hausmüll oder bleibt über viele Jahre hinweg in Schubladen und Schränken verborgen.

Im Gegensatz zu Akkus lassen sich Einwegbatterien bislang nicht mehrfach mit Energie aufladen. Das soll nun der Eco Battery Charger ändern, den der Versandhändler “Arktis” neu in seinem Angebot führt. Das Gerät soll in der Lage sein, jede herkömmliche Einwegbatterie bis zu 20 Mal aufzuladen. Den Angaben zufolge unterstützt der Eco Battery Charger alkalische, NiMH- und NiCd-Einweg-Batterien mit einer Kapazität von bis zu 2700 mAh. Daneben werden auch Akkus bis 2700 mAh unterstützt. Carbon-Zink-Batterien sollen sich nur 3 bis 5 Mal laden lassen und über eine geringere Leistung als im Neuzustand verfügen.

Der Eco Battery Charger aktiviert laut der Produktbeschreibung die Chemikalien im Inneren der entleerten Batterien und stellt dadurch die elektrische Spannung wieder her. Der Ladevorgang soll permanent von Mikrochips überwacht werden, um eine Überhitzung und Überladung zu verhindern. Für den Eco Battery Charger verlangt “Arktis” rund 35 Euro. Auch wenn die Möglichkeit, entleerte Einwegbatterien noch einige Male mit Energie betanken zu können reizvoll klingt, sollte man besser von Anfang an auf Akkus setzen, die zwar in der Anschaffung teurer sind, sich dafür aber abhängig von der Qualität des Ladegeräts bis zu 1.000 Mal wiederaufladen lassen.

Man sollte auch die Selbstentladung von Batterien und Akkus im Blick haben und keine Batterien auf Vorrat kaufen bzw. laden. Einige Akkus verlieren im ungenutzten Zustand monatlich zwischen 6 und 100 Prozent ihrer Energie und verfügen danach oft über eine verringerte Kapazität. Hersteller Sanyo bietet hier jedoch die sogenannten eneloop-Akkus an, die über eine sehr geringe Selbstentladung verfügen. Bei herkömmlichen Batterien liegt die Selbstentladung pro Jahr bei 1 bis 10 Prozent. (ok)