Gemüse statt Fleisch: Fastenzeit als Beginn einer CO2-armen Ernährung
Karneval, Fasching oder Fastnacht - das bunte Treiben erreicht am Donnerstag seinen ersten Höhepunkt und viele Narren denken noch gar nicht an Aschermittwoch und die dann beginnende Fastenzeit. Die österreichische Beratungseinrichtung “die umweltberatung” weist jedoch jetzt schon darauf hin, dass man mit der richtigen Art zu fasten nicht nur etwas für die eigene Gesundheit, sondern auch etwas für den Klimaschutz tun kann.
Insgesamt entfallen rund 20% aller Treibhausgas-Emissionen auf die Produktion und den Transport unserer Lebensmittel. Dabei kann jeder einzelne dazu beitragen, die CO2-Bilanz seiner Ernährung zu verbessern. Ernährungsexpertin Michaela Knieli weist darauf hin, dass z.B. bei der Produktion von nur einem 1 Kilogramm Rindfleisch rund 6450 Gramm CO2 ausgestoßen werden, während die Produktion von 1 Kilogramm Gemüse gerade einmal 150 Gramm CO2 “kostet” - also rund 98% weniger. Vegetarier kennen die besten Alternativen zu Fleisch schon lange, Michaela Knieli empfiehlt Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen oder Sojabohnen. Ihre Proteinzusammensetzung ist der von Fleisch sehr ähnlich, so dass diese Gemüsesorten durchaus als gesunde und klimaschonende Fleisch- bzw. Wurst-Alternative gelten können.
Ebenfalls gut für das Klima sind Bio-Produkte. Ein ganzes Bio-Menü hat eine um bis zu 40% niedrigere CO2-Bilanz als ein Menü aus konventionell angebauten Produkten. Die Einsparungen können vor allem durch den Verzicht auf energieeintensive Kunstdünger und giftige Pestizide erreicht werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Bio-Lebensmittel aus der Region stammen und nicht aus dem Ausland importiert wurden.
Das gilt für alle Lebensmittel: Der Transport der Lebensmittel ist umso umwelt- und klimafreundlicher, je kürzer er ist. Regionale Lebensmittel sind dem Klima (und auch der heimischen Wirtschaft) zuliebe immer Produkten vorzuziehen, die aus weit entfernten Ländern stammen. Umweltbewusste Verbraucher sollten sich jedoch auf saisonale Produkte konzentrieren und diese dann lieber frisch vom Feld genießen. Mehr Tipps zum CO2-Einsparen zuhause gibt es in unserem CO2 Ratgeber. (mh)




