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USA: Noble Energy darf im Golf von Mexiko nach Öl bohren

USA: Noble Energy darf im Golf von Mexiko nach Öl bohren
Fast ein Jahr nach der verheerenden Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wurden dem ersten Unternehmen wieder Tiefseebohrungen erlaubt. (Foto: © Chad Teer)

Fast ein Jahr ist es her, seit die Ölplattform “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko explodierte und die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der USA verursachte. Damals flossen rund 780 Millionen Liter Öl ins Meer und noch heute kämpfen Umweltorganisationen und der Betreiber der Ölplattform (BP) gegen die Folgen der Umweltkatastrophe, die Menschen und Umwelt gleichermaßen betreffen. Noch immer sind mehrere Küstenabschnitte für Fischerei und Tourismus gesperrt. An einigen Gebieten der Golfküste werden auch ein Jahr nach der Katastrophe noch Ölteppiche und Terrklumpen angespült. Die wahre Ausmaß der Folgen für die Umwelt muss sich noch zeigen.

Nun haben US-Behörden jedoch erstmals wieder eine Tiefseebohrung im Golf von Mexiko genehmigt. Rund 110 Kilometer vor der Küste des US- Bundesstaats Louisiana darf das Unternehmen “Noble Energy” auf dem Meeresgrund nach Öl bohren. “Noble Energy” hatte wenige Tage vor der Ölkatastrophe Bohrungen vorgenommen, die jedoch aufgrund eines Moratoriums, im Juni 2010 gestoppt wurden. Das Moratorium wurde schon vor einiger Zeit wieder aufgehoben, seitdem wurden jedoch keine neuen Bohrgenehmigungen erteilt. Mit der neuen Genehmigung darf “Noble Energy” seine Bohrungen nun fortsetzen.

Die zuständige US-Aufsichtsbehörde BOEM erklärte, dass “Noble Energy mit Erfolg unter Beweis gestellt” habe, dass seine Tiefseebohrungen den neuen Vorschriften zur Transparenz und Sicherheit entsprächen. Zudem sei das Unternehmen in der Lage, mögliche Explosionen unter Wasser, wie im Fall der “Deepwater Horizon” zu verhindern, hieß es. BOEM-Chef Michael Bromwich kündigte an, dass in den nächsten Wochen und Monaten weitere Genehmigungen für Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko erteilt werden sollen. Ob die Unternehmen wirklich aus der Katastrophe gelernt haben, wird die Zukunft zeigen.

Beid er Explosion der “Deepwater Horizon” am 20. April 2010 kamen elf Arbeiter ums Leben. Wochenlang strömten Millionen Liter Öl ins Meer, bevor es den Betreibern endlich gelang, das defekte Steigrohr zu verschließen und das Bohrloch mit Zement zu verschließen. (mh)