LichtBlick Ökostrom
100% Ökostrom aus regenerativen Quellen. Jetzt einfach und schnell zu Ökostrom wechseln. Jetzt online wechseln
Ökostrom-Vergleich
Vergleichen Sie jetzt einfach die Angebote mehrerer Ökostrom-Anbieter online. Jetzt kostenlos vergleichen
DailyGreen auf Twitter
DailyGreen Twitter
Lesen Sie alle News auch auf Twitter! Alle Beiträge aus diesem Sektor auch über unser Twitter-Profil: DailyGreen @ Twitter
Anzeige:
DailyGreen auf Facebook:
Stromspar-Ratgeber
Enttarnen Sie Stromfresser und schonen Sie neben Ihrem Geldbeutel die Umwelt! Werfen Sie einfach einen Blick in unsere stets aktuellen Tipps zum Strom sparen.

Chaos und Verwirrung um Bio-Sprit E10

Chaos und Verwirrung um Bio-Sprit E10
Die Einführung des neuen Bio-Sprits E10 wird immer mehr zum Debakel, für das sich alle Beteiligten gegenseitig die Schuld zuschieben. (Foto: © Jeger / Pixelio)

Für das Debakel um den Bio-Sprit E10 will niemand die Verantwortung übernehmen, Politiker und Interessenverbände haben sich in den letzten Tagen gegenseitig die Schuld zugeschoben. Bundesagrar- ministerin Ilse Aigner (CSU) bezeichnet das Verhalten der Mineralölbranche als “Trauerspiel” und kritisiert, dass die Branche genug Zeit für umfassende Vorbereitungen zur Einführung des E10- Kraftstoffs gehabt hätte. Nun dürfe sich die Wirtschaft “nicht aus der Verant- wortung stehlen und die Kunden die Zeche zahlen lassen”.

Auch der Automobilclub ADAC wirft den Spritherstellern vor, die Verbraucher nicht ausreichend aufgeklärt zu haben und so für nur noch mehr Verunsicherung gesorgt zu haben. Die Mineralölbranche schiebt den Autoherstellern den Schwarzen Peter zu, da diese verpflichtet seien, über die E10-Verträglichkeit ihrer Fabrikate aufzuklären.

Die Grünen sehen dagegen die Bundesregierung in der Verantwortung. Bärbel Höhn von der Grünen-Bundestagsfraktion, gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Schuld für das Chaos, die 2007 in der EU die E10-Vorgabe “durchgedrückt” habe, so Höhns Vorwurf in der heutigen Ausgabe des ARD-”Morgenmagazin”. Das aktuelle Debakel sei “das Ende einer chaotischen Politik, wo man nicht darauf setzt, dass die Autos energiesparender sind, oder auf freiwillige Lösungen setzt”.

Erst gestern wurde die Einführung von E10 vorerst gestoppt, da der neue Kraftstoff bislang kaum von den Autofahrern genutzt wurde und stattdessen die Nachfrage auf das immer noch erhältliche Super Plus drastisch angestiegen ist. Für ihren Stopp erntete die Mineralölwirtschaft harsche Kritik des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE), da dies die Energiewende im Verkehrsbereich “torpediere”. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) begrüßte dagegen den Stopp, da die Einführung des neuen Kraftstoffs überstürzt und schlecht kommuniziert wurde. (mh)