Zu wenig bezahlbare deutsche Öko-Autos

Das Neuwagenportal MeinAuto zeigt anhand eigener Zahlen das Dilemma auf dem Markt von Hybrid- und Elektroautos auf: Der Anteil der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben macht gerade einmal 2,6% aus. Nach Einschätzung von Experte Alexander Bugge besteht bei den Kunden durchaus die Bereitschaft zum Kauf eines Öko-Autos, aber es gebe zu wenig “Öko-Modelle deutscher Hersteller in volumenstarken Segmenten zu akzeptablen Preisen” kritisiert er.
Tatsächlich gibt es von deutschen Autoherstellern nur fünf Modell- varianten mit Hybridmotor (VW Touareg, Porsche Cayenne, Mercedes S400h, BMW X6 und BMW 7er), doch diese sind mit einem Listenpreis von durchschnittlich über 90.000 Euro sogar für Firmen kaum bezahlbar, geschweige denn für Privatpersonen. Wer ein günstigeres Öko-Auto sucht, muss deshalb auf die Hybrid-Fahrzeuge der japanischen Hersteller zurückgreifen wie z.B. den Insight von Honda (ab 19.990 Euro) oder den Auris von Toyota (ab 22.950 Euro).
Auch bei den Elektroautos sieht es ähnlich aus. Zwar sollen bis Ende 2012 zehn neue Modelle mit Elektromotor auf den deutschen Markt kommen, aber auch darunter sind nur zwei Modelle von deutschen Autobauern: Der Opel Ampera, der ab 42.900 Euro erhältlich ist, und der Smart EV, der 2012 auf den Markt kommen soll (Preis noch unbekannt). Dagegen bringt z.B. Renault mit dem Fluence Z.E., dem Kangoo Z.E. und dem Zoe bis 2012 gleich drei Elektro-Autos auf den Markt und auch die japanischen Autobauer sind mit dem Jazz Hybrid (Honda), dem Leaf (Nissan) und dem FT EVII (Toyota) wieder ganz vorne dabei.
Bugge prognostiziert, dass die Importmarken auch bis Ende 2012 den Elektroauto-Markt größtenteils unter sich aufteilen werden. Die Nachfrage wird hierzulande jedoch erst dann deutlich ansteigen, wenn auch mehr - bezahlbare - Modelle von heimischen Autobauern auf den Markt kommen, so seine Einschätzung. (mh)





