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Frankreich: Drastische Kürzung der Solarförderung

Frankreich: Drastische Kürzung der Solarförderung
Die neuen Einspeisevergütungen für PV-Strom in Frankreich offenbaren drastische Kürzungen in allen Bereichen der Solarstrom-Anlagen. (Foto: © Sturm / Pixelio)

Gestern veröffentlichte das französische Umweltministerium die neuen Tarife für die Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Strom. Demnach werden die Förderungen drastisch gekürzt. Besonders stark fallen die Kürzungen der Fördersätze für Solar- Anlagen mit einer Leistung von über 100 Kilowatt aus: Solaranlagen dieser Größe und unabhängig davon, ob sie sich auf einem Dach oder einer Freifläche befinden, sollen künftig nur noch mit 12 Cent pro Kilowattstunde gefördert werden.

Wie das “photovoltaik-Magazin” unter Berufung auf den Analysten Götz Fischbeck berichtet, entspricht dies einer Kürzung um mindestens 57%. Die Förderung für große Dachanlagen wird sogar um über 70% gekürzt, die für kleine Photovoltaik-Anlagen um etwa 20%.

Das französische Umweltministerium kündigte außerdem an, die Förderung quartalsweise um jeweils weitere 10% zu senken, d.h. bis zum Jahresende wird die Einspeisevergütung für alle Photovoltaik- Anlagen um mehr als 40% gekürzt. Die neuen Einspeisetarife sollen bereits ab dem 10. März 2011 in Kraft treten.

Anfang Dezember 2010 erließ die Regierung in Frankreich ein Moratorium, das keine Genehmigungen für PV-Anlagen mit einer Leistung von über 3 Kilowatt mehr zuließ. Durch das Moratorium sind Fischbeck zufolge über 60% der geplanten PV-Projekte nicht realisiert worden, und wegen der neuen, unattraktiveren Einspeisevergütungen werden viele dieser Projekte wohl auch nicht mehr realisiert. Dies könnte zur Folge haben, dass die neu installierte PV-Leistung auf unter 500 Megawatt pro Jahr sinkt, genau diese Obergrenze hatte Frankreichs Regierung auch für den jährlich erlaubten Zubau festgelegt. (mh)