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Studie: Elektroautos sind noch zu teuer

Studie: Elektroautos sind noch zu teuer
Laut einer neuen Studie sind Elektroautos noch nicht massentauglich, weil sie zu teuer sind und eine zu geringe Reichweite haben. (Foto: Meyer / Pixelio)

Eine Studie der Beratungsfirma Deloitte “A new era. Accelerating toward 2020 – An automotive industry transformed” bestätigt, was viele Experten und auch der ADAC schon seit längerem monieren: Elektroautos sind momentan noch viel zu teuer, um massentauglich zu sein. Zu den jetzigen Preisen seien Elektroautos nur dann für die Verbraucher attraktiv, wenn der Benzinpreis auf 2 Euro pro Liter oder noch mehr steigen würde. Entwickeln die Fahrzeughersteller dagegen Modelle, die deutlich weniger Sprit verbrauchen als die heutigen Modelle, sinkt auch das Interesse der Verbraucher an Elektroautos, so die Studie.

31% der Verbraucher sind grundätzlich eher nicht an Elektrofahrzeugen interessiert. Wären die Stromer nicht so teuer, könnte sich aber immerhin etwa jeder zweite Verbraucher (53%) vorstellen, ein Elektroauto zu fahren. Derzeit gibt es allerdings nur 16% tatsächlich Interessierte, die aber mehrheitlich in der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen zu finden sind, die in der Regel nicht die finanzstärkste Gruppe ist. So wundert es nicht, dass die Mehrheit der Interessenten maximal 15.000 Euro für ein Elektroauto ausgeben würde, was derzeit jedoch völlig utopisch ist, denn aktuell kosten Elektrautos mindestens 35.000 Euro. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch die Wirtschaftsprüfung- und Beratungsgesellschaft PwC, die in einer Studie bestätigt hat, das die aktuellen Elektroautos für die Verbraucher einfach unbezahlbar sind.

Doch die Verbraucher haben außer dem Preis noch weitere Ansprüche an ein Elektroauto: Es sollte eine Reichweite von mindestens 480 Kilometern haben und das Wiederaufladen der Batterie sollte maximal 2 Stunden dauern. Auch das ist bei der aktuellen Batterietechnik noch undenkbar. Eine Studie der TU Wien ergab, dass für viele Verbraucher die geringe Reichweite von Stromern das größte Problem darstellt.

Ähnliche Probleme wurden auch in anderen Studien deutlich: So ergab eine Umfrage des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule Nürtingen, dass sich die Verbraucher eine Subventionierung des Elektroauto-Kaufs wünschen, da diese sonst viel zu teuer sind. Eine Studie des VDE offenbarte noch erheblichen Forschungsbedarf in den Bereichen Batterietechnologien, insbesondere der Leistungs- und Energiedichte, der Lebensdauer und Sicherheit. (mh)