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Mitsubishi Chemical: Organische Solarzellen mit 8,5 Prozent Wirkungsgrad

Mitsubishi Chemical: Organische Solarzellen mit 8,5 Prozent Wirkungsgrad
Die Mitsubishi Chemical Corp hat eine organische Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 8,5 Prozent entwickelt. (Foto: © Mitsubishi Chemical Corp)

Die japanische Mitsubishi Chemical Corp hat eine neue organische Solarzelle entwickelt, die über einen Wirkungsgrad von 8,5% verfügt. Schon im März des vergangenen Jahres vermeldete das Unternehmen die Herstellung einer organischen Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 7,44%. Somit kommt man auf einen jährlichen Fortschritt von rund einem Prozent. Die Daten basieren aktuell noch auf eigenen Labortests des Unternehmens. Die Testergebnisse eines unabhängigen Labors stehen noch aus, dürften sich laut Mitsubishi Chemical jedoch nicht signifikant von den eigenen unterscheiden.

Im Vergleich zu siliziumbasierten Solarzellen, die in der Regel einen Wirkungsgrad zwischen 15 und 20 Prozent bieten, sind organische Solarzellen eher leistungsschwach. Die flexiblen und sehr dünnen OPV- Zellen sind jedoch nicht für den industriellen Einsatz gedacht, sondern sollen in zahlreichen anderen Gebieten Anwendung finden. So ist es möglich, die organischen Solarzellen auf Folien zu drucken, die dann zum Beispiel auf Fensterfronten von Gebäuden oder Fahrzeuge aufgebracht werden können um dort ohne großen Aufwand Strom zu generieren.

Der Wirkungsgrad von 8,5 Prozent soll aber nur ein Zwischenschritt sein. Bis 2015 strebt man einen Wirkungsgrad von mindestens 15 Prozent an. Später sollen die OPV-Zellen mindestens 20 Prozent Effizienz bieten. Mitsubishi Chemical bietet in Japan bereits die ersten Produkte mit den organischen Solarzellen an. Mit der Massenproduktion soll jedoch erst in einigen Jahren begonnen werden. Erst vor einigen Tagen verkündete auch der US-Solarzellenhersteller Konarka einen Durchbruch bei der Herstellung transparenter organischer Solarzellen. Dem Unternehmen gelang es, das teure und sehr seltene Metall Indium gegen preiswertes Nano-Silber zu ersetzen. Dadurch sollen die Kosten für den wichtigsten Teil des Produktes um 80 bis 90 Prozent sinken.

Konarka will die Solarzellen schon in wenigen Monaten auf einen Meter breite Rollen drucken. Man hofft die Produkte nun deutlich günstiger anbieten zu können. Bislang ergab sich durch den vergleichsweise geringen Wirkungsgrad nur ein schlechtes Preis/Leistungs-Verhältnis. Aktuell bieten die transparenten Polymersolarzellen Konarkas einen Wirkungsgrad von 2 bis 3 Prozent. (ok)