LichtBlick Ökostrom
100% Ökostrom aus regenerativen Quellen. Jetzt einfach und schnell zu Ökostrom wechseln. Jetzt online wechseln
Ökostrom-Vergleich
Vergleichen Sie jetzt einfach die Angebote mehrerer Ökostrom-Anbieter online. Jetzt kostenlos vergleichen
DailyGreen auf Twitter
DailyGreen Twitter
Lesen Sie alle News auch auf Twitter! Alle Beiträge aus diesem Sektor auch über unser Twitter-Profil: DailyGreen @ Twitter
Anzeige:
DailyGreen auf Facebook:
Stromspar-Ratgeber
Enttarnen Sie Stromfresser und schonen Sie neben Ihrem Geldbeutel die Umwelt! Werfen Sie einfach einen Blick in unsere stets aktuellen Tipps zum Strom sparen.

Atom-Diskussion: Atomlobby versucht zu beschwichtigen

Atom-Diskussion: Atomlobby versucht zu beschwichtigen
Deutsche AKWs sind sicher: Die Atomlobby versucht die durch die Katastrophe im japanischen Fukushima ausgelöste Atom-Diskussion einzufangen.

Das verheerende Erdbeben in Japan am Freitag letzter Woche hat der ganzen Welt erneut vor Augen geführt, dass die Atomenergie nicht beherrschbar ist. Aus dem AKW in Fukushima gibt es nahezu stündlich neue erschreckende Meldungen. Nach der großen Explosion des ersten Reaktorblocks am Samstag ist heute auch Block 3 des AKWs von einer mächtigen Wasserstoffexplosion zerstört worden. Auch im zweiten Reaktorgebäude ist das Kühlsystem ausgefallen. Auch hier droht nun der Gau, eine Kernschmelze. Die erschreckenden Ereignisse in Japan haben auch dazu geführt, dass in Deutschland der Widerstand gegen die Atomenergie wächst und eine neue Diskussion um die Laufzeit- verlängerung für die deutschen Atommeiler entbrannt ist.

Diese Entwicklung bereitet der deutschen Atomlobby Kopfschmerzen. So warnt man angesichts der Ereignisse im japanischen Fukushima vor “übereilten Schlussfolgerungen”. “Jeder deutsche Reaktor ist auf jeden Fall besser ausgerüstet als der in Fukushima”, sagte Ralf Güldner, der Präsident des Deutschen Atomforums, dem “Handelsblatt”. Bei der Situation in Japan handelt es sich nach Güldners Auffassung um ein “einmaliges Ereignis”. “Da kamen zwei Naturkatastrophen zusammen, das Erdbeben und der Tsunami. Daraufhin brach im ganzen Land die Infrastruktur zusammen. Eine Verkettung solcher außergewöhnlichen Naturkatastrophen ist für Deutschland nicht vorstellbar.”

Laut Güldner seien die deutschen Kernkraftwerke “auf alle möglichen Einwirkungen von außen ausgelegt, beispielsweise auf Erdbeben und Überflutungen.” Man sei bei der Planung der Kraftwerke “jeweils weit über das hinaus gegangen, was notwendig ist, um den Einflüssen stand zu halten.” Zur realen Bedrohung durch zum Beispiel Flugzeugabstürze oder Terroranschläge sagte Güldner nichts. Eine Untersuchung des BUND hat außerdem gezeigt, dass zumindest die vier in Baden-Württemberg befindlichen Atomkraftwerke über zum Teil große Sicherheitsmängel verfügen, die sich auch durch Nachrüstung nicht beheben lassen.

Insbesondere Neckarwestheim 1 und Philippsburg 1 weisen laut dem Bericht wesentliche Konstruktionsmängel und veraltete Reaktorgebäude und -druckbehälter auf, die einem ernsten Störfall wohl nicht standhalten würden. Die Atomlobby hat Angst, dass es nun doch noch zu Änderungen an der Laufzeitverlängerung für die deutschen AKWs kommt: “Ich glaube nicht, dass aufgrund einer unglücklichen Verkettung zweier gewaltiger Naturereignisse in Japan ein für Deutschland langfristig richtiges und plausibles Konzept in Frage gestellt werden sollte”, so Güldner. (ok)